Domanovszky Sándor: József nádor iratai III. 1807-1809. (Budapest, 1935)

1809 Január-Május

Hauptplan bekannt, wenn ihm die wesentlichen darinn vor­kommenden Veränderungen mitgetheilt werden. Dieses wird vorzüglich wenn Seine[r] Majestät Abwesen­heit ihn öfters in den Fall versetzet, nach eigener Einsicht zu handeln und fürzugehen, dringend nothwendig, soll er nicht Fehlschritte machen. 3° Da es vorzüglich in dem Augenblick, wo ein Krieg aus­brechen sollte, von der äussersten Wichtigkeit ist, daß sowohl die allerhöchsten Befehle an die Länderchefs, als auch die Be­richte letzterer und die Nachrichten über die Laage der ihnen anvertrauter Provinz mit der äussersten Schnelligkeit an Ort und Stelle gelangen, die gegenwärtige gegenseitige Communica­tionen bei der äusserst schlechten und unrichtigen Bestellung des Post Weesens aber diesem Zwecke nicht entsprechen, so scheinet es nothwendig hierwegen ausserordentliche Verfügun­gen zu treffen. Niemand kann die kritische Laage verkennen, in welcher sich die österreichische Monarchie bei einem neuen Kriegaus­bruche sich befinden wird, besonders da sie mit einem Feinde zu thun hat, der mit Ergreifung aller zum Zwecke führenden Mittel auch die äusserste Schnelligkeit in der Ausführung ver­bindet ; mann muß also selben mit ähnlichen Waffen bekäm­pfen und bei der größten Thätigkeit auch die möglichste Be­schleunigung aller Verfügungen zu erzielen trachten. Die zu Treffung selber, zu Einhohlung der nöthigen Aus­künfte nöthige Correspondenzen durch den Weeg der Post, der Estafetten zu befördern, entspricht dem Zwecke gar nicht, da theils der Verfall der Organisirung des Post Weesens, theils aber und vorzüglich die schlechte Subsistenz der Postmeister die briefliche Communication äusserst verzögert und bei den min­desten Hindernissen auch unterbricht, da selbe die größern Kosten scheuend nichts unternehmen, um selbe wieder herzu­stellen ; selbst die Absendung ausserordentlicher Courire wird dadurch, daß selbe an manch Orten keine, oder nur schlechte Pferde finden, so verzögert, daß diese Maaßregel nebst denen darauf verwendeten Kosten doch den gehoften Nutzen nicht hervorbringt. Bei der so großen Wichtigkeit der beständigen und unge­stöhrten schleunigen Correspondenz zwischen Seiner Majestät und denen Länderchefs scheinet es also nothwendig, eine mög­lich schnelle Verbindung, wenn selbe auch mit neuen Kosten verbunden wäre, herzustellen. Diese könnte entweder durch Anlegung telegraphischer Züge von der Hauptstadt in die vorzüglichste Provinzstädte und längst denen Hauptcommunicationen, oder aber dadurch

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