Domanovszky Sándor: József nádor iratai II. 1805-1807. (Budapest, 1929)

1805

Art, ich muß es als Palatinus von Ungarn sagen, als stünden Euere Liebden in Feindes Land. Dieß ist doch wahrlich der Fall nicht, auch von denselben nicht vermeint. Die Constitution, das Palladium von der Existenz eines jeden Ungarn ist durch jede Handlung gefährdet, welche ihre Vorrechte eigenmächtig verlezt. Sollte sich ein Ungar einer verbothenen und schlechten Handlung schuldig machen, so ersuche ich, als Bewacher und Bewahrer des Gesetzes Euer Liebden denselben bey demjenigen Richterstuhl belangen zu lassen, welcher hiezu bestirnt ist. In der gegenwärtigen Angelegenheit muß ich Eueren Liebden über dies noch bemerken, daß S[eine] Majestät auf einen Vortrag allergnädigst entschieden haben „daß die zum Unterhalt der Bewohner der Stadt Wien nöthigen Lebensmitteln ganz recht an ihre Bestimung gelassen worden, jedoch ist bey Passirung derselben allemal die Vorsicht zu gebrauchen, daß keine zu großen Transporte, welche den Bedarf der Stadt übersteigen und von dem Feinde leicht anderswohin verwendet, oder bey seinem Abzüge mitgenommen werden könnten, bey der jetzigen Lage der Umstände nach Wien gelangen. Um so nothwendiger wird es aber, die möglichst größte Zahl von Körnervorräthen in die Nähe von Oesterreich und Steyer­mark, wie auch längst der Donau dergestallt zu disponiren, damit nach geschlossenen Frieden den Provinzen die unumgänglichste Hilfe so schleunig als möglich zugewendet werden könne". 1 Ich überlasse daher dem Ermessen Eueren Liebden in vollem Vertrauen diejenigen Vorkehrung anzuordnen, welche dem Staat und dem Umständen am zuträglichsten sind. Ugyanakkor a nádor fölterjesztéssel fordult a királyhoz is, orvoslást kérve. V. ö. 1805. napló, Iratok II. 397.1. Erre a király december 24-én kelt legfelsőbb elhatározásában (N. lt. Polit. V. P. polit. irreg. 1805 dec. 31.) felelt (lásd Iratok II. 70. sz.) Ferenc császár azonkívül december 27-én levélben is válaszolt (K. F. A. fasc. 218.). Ez november 15-ike után az egyetlen sajátkezű levél, amelyet a nádorhoz intézett: Bester Bruder. Ich ersuche Dich ohngescheut alle jene Gegenstände, welche Du zu Meiner blos alleinigen Kenntniss bringen willst, Mir selbt eigenhändig zu schreiben. Ich lese ohnehin Deine Briefe und dann ist es Meine Sache, keinen nicht gehörigen Gebrauch davon zu machen und Dich nicht zu compromittiren. Gebrauche Ich auch der Feder eines Anderen, um Dir zu schreiben, so ist es die eines solchen, der schweigen kann, und dieses geschieht auch nur in Fällen, wo es •ohne des Dienstes und Deinem Nachtheil geschehen kann. Seye also 1 Idézve a dec, 14-iki legfelsőbb elhatározásból. V. ö. Iratok II. 51. sz. Domanovszky Sándor: József nádor iratai. UT. 17

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