Domanovszky Sándor: József nádor iratai II. 1805-1807. (Budapest, 1929)

1805

diesem Unfug nach Thunlichkeit Einhalt zu thun. Geehrt von dem Zutrauen, welches Euer Majestät in meine Person gnädigst setzten, als Sie mir volle Macht in denen hungarischen Geschäften ertheilten, trachtete ich einerseits Euer Majestät dieses Land, das eintzige, welches nach dem Frieden Ihnen zur Erhaltung Ihrer übrigen Staaten dienen konnte, unversehrt zu erhalten, andererseits aber zugl[eich] die Vertheidigungs-Anstalten mit aller Thätigkeit zu betreiben, ich wäre auch so glückl[ich] das Land von einem grössern feindlpchen] Einfall zu schützen und hoffte bis 15-ten dieses, also in G Wochen Zeit, ein Corps von 15 bis 20 tausend Mann Insur­genten aufstellen zu können, als mich diese unerwartete Nachricht gäntzl[ich] zu Boden drückte. Ich sehe nun auch dieses Land der Verwüstung und einer unvermeidlichen] Hungersnoth, da es nicht im Stande ist, nebst so viel Truppen auch seine Insurgenten zu nähren, Preiß gegeben und nur ein Mittel diesem abzuhelfen, einen baldigen Frieden ; und vieUeicht hat auch diesen, wie Euer Majestät selbst gnädigst bemerken, dieser Schlag entfernt. Gott gebe, daß es nicht an deme sey, denn sonst ist alles verlobren. Ich wage indeß meine öfters widerholte Bitte zu erneuern, daß Sich Euer Majestät gnädigst in die Mitte des Landes begeben möchten, Sie können nirgends sicherer, als daselbst seyn, und ein jeder, ich der Erste, wird gerne zu Ihrer Vertheidigung seinen letzten Blutstropfen vergiessen. Indeß ersterbe ich in tiefster Ehrfurcht von Euer Majestät Ofen, am 7-ten Xber 1805. der allerunterthänigste Diener Joseph Pal. A szomorú vereség hírét a nádor azonnal megküldte Károly főherceg­nek is, mellékelve leveléhez a legfelső kézirat másolatát. (Másolata: alcsúti fhg. lt. Kopien I. a., 11. sz.) Ofen, den 7-ten Xber 1 Uhr Nachts. Dieses mahl hat das französische Kriegsblatt die Wahrheit gesagt, denn wie es das in Abschrift beyliegende Handbillet besagt, ist die combinirte Armee am 2-ten dieses totaliter geschlagen worden; der Courier, so die Nachricht brachte, sagt, die Deroute sey fürchterl [ich] gewesen. Nun stehet diese Armee in der größten Unordnung, ohne Artillerie, ohne Verpflegung in einer Gegend des Landes, die kaum zu Leben hat, und noch dazu eine Armee von Russen, die nichts als sengen und brennen und alles ausplündern. Ich soll helfen, und muß leider mit eigenen Augen sehen, wie dieses gute Land, die eintzige Ressource der Monarchie, nun ver­wüstet wird. Ich versichere Dich, bester Bruder, ich darf gar nicht daran denken, denn mir stehen die Thränen in denen Augen, wenn ich das Elend denke, was uns bevorstehet. Diese versprengte Armee Domanovazlty Sándor: József nádor iratai, ni. 16

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