Jánossy Dénes: A Kossuth-emigráció Angliában és Amerikában 1851-1852, I. kötet (Budapest, 1940)

Okirattár

Ruhe in irgendeinem Teile der Monarchie neuerdings zu stören versuchen Nachdem die amerikanische Regierung, aus Achtung für zwischen dritten Mächten getroffene Übereinkünfte, den Ab­lauf des Termins von einem Jahre, auf welchen sie die Detention der ungarischen Flüchtlinge beschränkt glaubte, abgewartet hat, um der Pforte von neuem die Übernahme und Überschiffung derselben anzubieten; so waren wir zur Annahme berechtiget, dass sie ihr passives Verhalten verlängern würde, sobald sie erfuhr, dass die Epoche der Freilassung der Detenierten un­bestimmt und deren Fixirung von einer Verständigung zwischen der österreichischen und der türkischen Regierung abhängig gemacht worden sei. Unsere Erwartung ist getäuscht worden. Wir lassen aber eine übrigens vollkommen gegründete Recrimi­nation bei Seite und verweilen mit desto grösserer Befriedigung bei dem weitern Inhalte der Depesche des Hrn. Staatssecretairs Webster an den Gesandten der Vereinigten Staaten zu Con­stantinopel vom 28. Februar 1. J. Dort wird die Pforte belobt, Individuen, welche für die Ruhe des Nachbarstaates nur zu ge­fährlich waren, von der Grenze entfernt und in sichere Gewahr­sam gebracht zu haben. Da dieselben den Wunsch geäussert hatten nach Amerika zu übersiedeln um dort ruhig und zurück­gezogen zu leben; so glaubte die Regierung der Vereinigten Staaten, aus Gründen der Humanität, denselben die gewünschte Freistätte eröffnen zu sollen. Somit setzte sich die amerikanische Regierung freiwillig, den Flüchtigen gegenüber, gewissermassen an die Stelle der Pforte und wird sich nun auch die Verpflich­tung gegenwärtig halten, an welche H. Webster die Pforte durch die Bemerkung erinnerte, dass sie nämlich, indem sie fremde Flüchtlinge unter ihren Schutz nahm, selben auf ihrem eigenen Gebiete nicht gestatten dürfte, befreundeten Mächten gerechten Anlass zu Besorgnissen zu geben. Zwar sollten wir in letzter Hinsicht uns vollkommen beruhigen, seitdem H. Web­ster, mit einer Wärme und Zuversicht, welche nur einem arg­losen Herzen eigen ist, die gegenwärtige Sinnesart der Emigran­ten und ihre friedlichen harmlosen Tendenzen geschildert hat. Aber wir haben der trüben Erfahrungen zu viele gemacht, um

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