Jánossy Dénes: A Kossuth-emigráció Angliában és Amerikában 1851-1852, I. kötet (Budapest, 1940)

Okirattár

Jetzt wurde ich abermal 2-mal verhört, dann nach Maros­vásárhely geschleppt. Ich muss kurz sein. Erlauben Herr Gouverneur, dass ich nicht viel mehr schreiben kann. Gestern bin ich angekommen, Morgen geht der Brief ab. Man verlangt von mir dass ich fertig sein soll. Gott! Alle 8 Tage nur einmal. Von Maros-Vásárhely desertirte ich im October 1850 zum 2-temal, warum? Weil ich bloss aus Zeitungen wusste, dass Herr Gouverneur aus der Türkei entlassen sind. Lappangtam in Küküllő — von hier nach Kolosvár. Nach mir desertirten noch 9 Individuen. 3-mal bin ich steckbrieflich courrentirt. Von Klausenburg reiste ich als k. k. Offizier, da ich mir anders nicht zu helfen wusste. Herr Gouverneur verzeihen mir diese Sünde, mit Vorspan nach Debrezin, von hier nach Sze­gedin, Komorn, dann Pesth. Von Pesth nach Belgrad, wo ich 1. Mai 1851 ankam. Von Belgrad per Caravane über Salonik nach Constanti­nopel. Warum? Weil ich es für meine Pflicht halte, weil ich es nothwendig erachte, dass ich mich mit Ihnen bespreche. In Belgrad erhielt ich Pässe par bontó de Mr. Carosini 3 & Fonblanque, 4 consul d'Angleterre. Carosini befindet sich gegen­wärtig in Constantinopel. Von Susanna Meszlónyi, wurde ich an Carosini, Fon­blanque, Schaufler, Vay, 5 Henningsen 6 etc. addressirt ... Meine Stellung ist sehr prekär. Oesterreich suchte mich in der Liste der Ausgewanderten und fand mich nicht. Suchte mich im Inland und fand mich nicht. Dann hiess es einen Aufruf in den Zeitungen es zu be­nachrichtigen von meinem Aufenthalt. Niemand wüste den­selben. Jede veränderte Lage gab mir einen neuen Namen. In Constantinopel führe ich den Namen Szamossi kapitány. 3 Kossuth ügynöke, a belgrádi szard képviselet szolgálatában. * Angol főkonzul Belgrádban. 5 Vay László gróf, Kossuth konstantinápolyi ügynöke. 9 Charles Frederick Henningsen, Kossuth ügynöke és futára Kutahia és Anglia közt.

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