Borsa I.: Die Lage des ungarischen Archivwesens nach 1945.
vielfeltigungsfortn erscheinende Organ spielt heute schon eine bedeutende Holle nicht nur in engeren Kreisen der Archivare, sondern auch in dem der Benutzer. Der Levéltári Hiradó bringt: 1/ Artikel über allgemeinere Fraren der praktischen Arbeit der Archive, Versuche zur Lösung solcher Fragen, Debatten über praktische Fragen der Archivarbeit. 2/ Ubersetzungen von Artikeln über das Archivwesen des Auslandes, in erster Linie der sozialistischen Lender. 5/ Berichte über einzelne Probleme des auslandischen Archivwesens. 4/ Beiträge zur Archivgeschichte » 5/ Nachrichten über aktuelle Ereignisse auf dem Gebiet des ungarischen Archivwesens. - Der Levéltári Hiradá ähnelt im Charakter am meisten der Gazette des Arohives. /Von der Zentralstelle für Ungarisches ^rchivwesen als Manuskript mit l^ypopr ess-Ver fahren herausgegeben und unentgeltlich verbreitet. Erscheint viermal Im Jahre, der letzte Jahrgang umfasste 52 Hörmalbogen./ Unsere Archive betrachten auch die Kultivierung der historischen Hilfswissenschaften als eine ihrer Aufgaben, sind aber im Zuge der Entwicklung noch nicht so weit, um sich mit ihnen auch wirklich beschäftigen zu können. So gibt es nur auf dem Gebiet der Archaographie /in Zusammenhang mit der Editionstätigkeit/ nennenswerte Ansätze , Schliesslich muss noch der Ausbildung des archivarischen Nachwuchses fdacht werden. Die Ausbildung von Archivaren begann in Ungarn mit Unterstützung des /issenschaftsrates im Rahmen des Universitätsunterrichtas im Jahre 1^49« Vor dieser Zeit nämlich - wie oben gesagt erwarben sich Personen n«ch Absolvierung der Universitetsstudien auf der philosophischen, oder juristischen Fakultét wahrend eines ubungsjahres im Staatsarchiv die nötigen theoretischen und praktischen Kenntnisse für die Archivarbeit, von einer regelmassigen Archivarausbildung kann aber nicht gesprochen werden. Seit 1949 wurden auf der philosophischen, spater historischen Fakultät der Budapester