Borsa I.: Die Lage des ungarischen Archivwesens nach 1945.

Universität 8-12 Studenten jährlich nach vier Semester Gaschichtsfach als Hörer des historisch-archivarischen Faches angenommen. Diese Hörer eigneten sich dann wahrend des dritten und vierten Studienjahres neben den histo­rischen verschiedene archivarische Fachkenntnisse an /Diplomatie, Paläograohie, Behördengeschichte, Archiv­geschichte, archivkundliehe Grundbegriffe, Latein, Betriebswirtechaftskunde/. ITach Absolvierung des vierten Jahres verrichteten die Kandidaten als in den Status eingereichte Archivpraktikanten im Staatsarchiv und in anderen Archiven praktische Archivarbeit, eigneten sich so die notwendigsten oraktischen Kenntnisse an, und erhielten am Ende des fünften Jahres, nach erfolgreich abgelegter Prüfung, das Archivardiplom, Diese Art der Archivarbildung wird jetzt wieder aufhören; nach Abschluss des gegenwärtigen Studienjahres erhalten die Hörer des letzten Jahrganges das 'i.rchivardiplom. Inzwischen hat nämlich der Minister für Unterricht in Zusammenhang mit der Herabminderung der Zahl der verschiedenen Fächer auch das Archivarfach an der historischen Fakultät der Budapester Universität aufgehoben. Vom Herbst dieses Jahres angefangen,wollen wir die Archivarausbildung eng mit der zweijährigen obli­gatorischen Fachübung verbinden. /Jeder Universitatsstudent ist verpflichtet, zwei Jahre auf einem vom Minister be­stimmten Arbeitsplatz zu arbeiten, und steht wahrend dieser Zeit unter desonderem arbeitsrechtlichem Schutze./ Während dieser zwei Jahre werden die Praktikanten ausser ihrem standigen Arbeitsplatz auch in anderen Archiven Dienst leisten, und nehmen innwischen an einer dem Korrespondenz­Unterricht ähnlichen thooretischen Ausbildung, mit zeit­weisen Konsultationen, Teil. Obiger ..mifsatz wollte ein umfassendes Bild von der Lage des ungarischen Archivwesens nach der Befreiung geben, verbunden mit einer kurzen Schilderung der Geschichte

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