Francisci Döry: Decreta Regni Hungariae : Gesetze und Verordnungen Ungarns 1458–1490 (Magyar Országos Levéltár kiadványai, II. Forráskiadványok 19. Budapest, 1989)

Decreta

1459 JANUAR 5 In seiner Einladung 1 zu dem am 6. Dezember in Szeged zusammentreten­den Reichstag gab Matthias das Thema folgendermaßen an: 1. Der Schutz des Königreiches gegen die Angriffe der Türken und anderer Feinde. 2. Die Auslösung der ungarischen Krone vom römisch-deutschen Kaiser Friedrich III. 3. Verhandlungen mit Stephan Thomas, dem König von Bosnien. Von den zu behandelnden Angelegenheiten waren zweifellos die Vorkehrungen für den Schutz des Königreiches am wichtigsten, da die südlichen Teile des Königreiches, nachdem Galambóc in türkische Hände geraten war (Sommer 1458), ständig Ziel der türkischen Überfälle waren. Matthias hatte auf die Nachricht des Falls von Galambóc zwar das allgemeine adlige Aufgebot verkündet und — nach der Berichterstattung des venezianischen Gesandten 2 1 in den Einladungen an die Komitate, Stühle und Städte sind die folgenden Abweichungen zu finden: STÄDTE STÜHLE, KOMITATE ... secundum priora scripta nostra tot et tantos ... quatuor vel plures ex vobis notabilioribus ex vobis, ad quos — ut premissum est — si- — prout vobis videbitur — secundum priora gillum vestre civitatis honeste eredi potest, pa- scripta nostra cum plena facultate vestra ad riter cum sigillo vestre civitatis ad tractandum tractandum et concludendum una nobiscum et concludendum una nobiscum et aliis fratri- et aliis fratribus vestris de et super premissis bus vestris de et super premissis ad dictam civi- ad dictam civitatem nostram Zegediensem tatem nostram Zegediensem mittere debeatis! mittere debeatis! Das Exemplar der Stadt Bartfeld: Ungarisches Staatsarchiv, Dl 213739, Iványi: Bártfa Nr. 1041 (Regest), M. G. Kovachich: Vest. pp. 333—335; Exemplar der Stadt Preßburg: Ungarisches Staatsarchiv, Dl 243000; Exemplar der Stadt Komorn: ebenda Dl 261498; Exemplar der sächsischen Stühle: ebenda Dl 261498. Matthias' früherer Befehl vom 15. Nov. 1458: M. G. Kovachich: Vest. pp. 331—334, Iványi: Bártfa Nr. 1040; vom 20. Nov. 1458: Gündisch: Urkundenbuch Nr. 3149; vom 29. Nov. 1458: ebenda Nr. 3151 usw. Nach Ansicht von Andreas Kubinyi ist es ein ungewöhnlicher Vorgang, daß die Städte auch ihr Siegel mitbringen mußten, was nur eines beweisen könne, daß der König von ihnen eine Verpflichtung oder einen Vertrag bekräftigen lassen wollte. 2 9. Okt. 1458. MDEIp.39.

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