Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)

V. Kapitel. Von der Ankunft zu Körmend bis zu der Einrückung in die Kantonierungsstationen nach erfolgtem Stillstand. Vom 1. Juni bis 25. Juli

158 Am 5. stand der Ban in Rann. Die Avantgarde, unter GM. Splényi, i Bataillon, 12 Eskadronen in Landsberg. Am 6. Splényi in Pöltschach, der Banus in Landsberg, Knesevich in Rann. FML. Zach blieb dort, bestimmt Krain zu beobachten; Marmont war bereits in Laibach, Triest war schwach besetzt. Rittmeister Klein hatte ein Streifkommando, längs der Sau über Tüffer nach Cilii. In Cilii stand Major Callot mit einer Abteilung. Am 7. hob Splényi einen Transport in Pulsgau auf, Gonobitz und St. Lorenzen wurden besetzt. Am 8. Splényi in Windisch- Feistritz, der Banus in Rohitsch, Knesevich in Landsberg. Am 9. rückte der Feind gegen Cilii an, Chasteler war in der Nähe. Am 10. geschah die Vereinigung. FML. Cha­steler stand am 1. Juni in Drauburg, Rusea gegen ihn bei Spital konzentriert. Die abgebrochene Brücke bei Sachsen­burg hielt drei Tage auf. Auf derPlöcken blieb Triangi mit 2 Kanonen und seinem Freibataillon. In Sexten Rittmeister Bannizza mit 1V2 Kompagnien Kroaten, 1 Eskadron. FML. Chasteler hatte 5 Bataillone, 4 Eskadronen und Landwehren mit sich; ihm folgte GM. Schmidt mit 3 Ba­taillonen. Er hatte den Weg über Hermagor durch das Gailtal eingeschlagen. Am 2. verließ Ruse a Spital. Chasteler besetzte diesen Ort und mit dem Vortrabe Paternion. Am 3. wurde halt in Spital gemacht, um Schmidt abzuwarten; unbekannt mit der Lage des Krieges, beschloß Chasteler gerade nach Klagenfurt zu rücken und von dort sich dahin zu wenden, wo es die Umstände zuließen. GM. Fenner rückte Treffen zu, um dann längs dem Ossiacher See vorzugehen. Rucsa, für seinen Rücken besorgt, verließ Villach und zog nach Velden. Chasteler besetzte am 4. Villach. Schmidt langte um Mitternacht ein. Am 5. rückte Chasteler über Velden Klagenfurt zu; eine Abteilung gegen St. Veit. Um Mittag war die Gegend von Klagenfurt erreicht. Rusca hatte sich in die Stadt eingeschlossen und schoß von den Wällen herab; er erwartete Marmont, ein aufgefangener Kurier zeigte dieses an. Sogleich wurden die Pioniere nach Hollenburg abgesendet, die Brücke abzu­tragen. FML. Chasteler beschloß weiter durch das Drautal zu ziehen. Am 6. schloß er Klagenfurt ein. Volkmann

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