Mitteilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Erzherzog Johanns "Feldzugserzählung" 1809 (1909)

V. Kapitel. Von der Ankunft zu Körmend bis zu der Einrückung in die Kantonierungsstationen nach erfolgtem Stillstand. Vom 1. Juni bis 25. Juli

159 besetzte den Kalvarienberg mit Franz Jellacic. Schmidt stand auf der Villacher Straße, Marchal vor dem Völker- markter Tor, Fenner bei St. Ruprecht als Reserve. Nun zog der Train hinüber auf die Völkermarkter Straße, der Vortrab hatte die Gurkbrücke erreicht. Mehrere Ausfälle machte der Feind, um 2 Uhr nachmittags brach er mit 5 Bataillonen gegen den Kalvarienberg, die Reiterei gegen Schmidt; Volkmann warf ihn mit einem Verluste von 500 Mann. Schmidt mit 1V2 Bataillone Banalisten zog sich nach Velden und die anderen Truppen, denen er gleichen Befehl gegeben, folgten nicht, sondern Schlüßen sich an GM. Mar chal an; es scheint, daß durch die Unternehmung des Feindes geschreckt, er zu diesem Schritte bewogen worden. Von da zog er über Villach nach Sachsenburg und wieder nach Tirol. Um Mitternacht sammelte sich alles an der Gurkbrücke, Volkmann war über St. Georgen dahin an­gelangt. Der Verlust war 1 Offizier, 48 Gemeine und 4 Pferde tot, 3 Offiziere und 89 Gemeine blessiert, 7 Offi­ziere, 643 Gemeine und 2 Pferde gefangen und 39 Gemeine vermißt, zusammen 11 Offiziere, 819 Gemeine und 6 Pferde. Am 7. erreichte Chasteler Bleiburg; er hatte die Brücken über die Drau bei St. Simon und Völkermarkt abbrechen lassen. Am 8. langte er in Windischgratz an. Am 9. Hochen- egg, Neukirchen wurde besetzt. Am 10. geschah die Ver­einigung ’). Am 11. blieb alles stehen. Am 12. erhielt der Banus den Befehl, Marmont festzuhalten. Splényi stand in Feistritz. GM. Munkácsy in Maréin, Knesevich und Gavassini in Pöltschach, der Banus in Andernitz, Zach in St. Peter bei Visel. Am 13. Splényi zu Kötsch, Knesevich und Ga­vassini zu Feistritz; Marburg wurde besetzt, Chasteler setzte seinen Marsch nach Rohitsch fort, am 14. nach Krapina, am 15. in Warasdin, wo er den 16. bis 17. blieb. Am 14. blieb der Banus stehen. Munkácsy stieß zu ihm. Zach rückte nach St. Peter im Bärental, Major *) *) Der Banus wollte, Chasteler solle zu dem Erzherzog mit der bei­habenden Reiterei, 400 Mann, gehen und ihm seine Infanterie zurücklassen. Chasteler schlug es ab.

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