Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)
Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15
— 196 — Regiments-Commandant Oberst Johannes Fürst Liechtenstein erwarb sich bei Cetin den MTO., ebenso wurde Rittmeister Graf Rosenberg, mittlerweile zum Major bei Jacquemin-Cürassieren (Dragoner-Regiment Nr. 6) befördert, nachträglich mit dem MTO. decoriert. 1792 in das Corps Hohenlohe am Rhein eingetheilt, nahmen Abtheilungen des Regiments an den Operationen in der Champagne theil und kamen später in das Luxemburgische. 1793 focht das Regiment bei St. Croix (Árion), wo Rittmeister Graf Wrbna, der hiebei fiel, sieh durch Degagierung eines Infanterie-Bataillons auszeichnete. In dem zweiten Gefechte bei Arlon hielten sich 4 Escadronen mit Standhaftigkeit gegen mehrfache Angriffe überlegener feindlicher Streitkräfte; m dem Treffen bei Avesnes-le-Sec zeichnete sich das Regiment unter seinem heldenmüthigen Commandanten Obersten Fürsten Johannes Liechtenstein besonders aus (Frontal-Angriff auf ein aus 5 Bataillonen bestehendes Quarré). Abtheilungen nahmen noch an der Einnahme der Verschanzungen bei Merbes-le-Chateau und dem Gefechte bei Berlaimont theil. Oberlieutenant Johann Baum von Appelshofen erhielt für Auszeichnung bei Avesnes-le-Sec den MTO. Ausser den bereits genannten Officieren wurden noch Oberstlieutenant Baron Hochberg, Major von Gosztonyi, Rittmeister Graf Kinsky und 10 Officiere besonders belobt. 1794 nahm das Regiment an der Belagerung von Landrecies (Schlacht bei le-Cäteau), dem Gefechte bei Cense-du-Fagnel, dem Gefechte bei Erque- linnes, den Schlachten von Charleroi und Fleurus ehrenvollen Antheil. Regiments-Commandant Oberst Joseph von Stipsicz wurde für Auszeichnung in seiner früheren Verwendung als General-Adjutant mit dem MTO. decoriert. 1795 zeichnete sich das Regiment bei der Eroberung des Lagers von Mannheim aus und nahm später (December) an den Gefechten bei Schopp, Landstuhl und Trippstadt theil. Major Carl Graf Kinsky erhielt den MTO.', 5 Officiere belobt. 1796 nahmen 4 Escadronen an dem Treffen bei Wetzlar, 2 Escadronen an jenem bei Kircheip theil; einzelne Abtheilungen fochten bei Malsch und Rothensohl, dann bei Stuttgart, Cannstadt, Aalen, Heidenheim, Bopfingen und Kirchheim. Das Regiment kämpfte ferner bei Teining, Neumarkt, Amberg, Forchheim und mit Auszeichnung bei Würzburg, Theile desselben bei Aschaffenburg, Giessen, Hanau, Kron-Weissenburg, endlich eine Escadron in der Schlacht bei Emmendingen. Oberlieutenant Graf Hardegg wmrde für besondere Auszeichnung bei Giessen aussertourlich zum Rittmeister im Regimente befördert; Regiments- Commandant Oberst Stipsics, Rittmeister Graf Bubna und 8 Officiere besonders belobt. 1797 bei der Armee am Rhein, ohne Gefecht. Dragoner-Regiment Nr. 12. 1799 bei der Armee in Deutschland eingetheilt, focht das Regiment bei Ostrach, Stockach, erlitt bei Frauenfeld grosse Verluste und kämpfte, nachdem einzelne Abtheilungen an dem Gefechte bei Winterthur und der ersten Schlacht von Zürich theilgenommen hatten, mit Auszeichnung bei Neckarau- Mannheim. Oberlieutenant Anton Plächel, welcher sich schon in den früheren Feldzügen mehrfach hervorgethan und bei Mannheim erneuert ausgezeichnet hatte, wurde mit dem MTO. decoriert. 1800 focht das Regiment bei Engen, Möskirch, Biberach, an der Hier, bei Neresheim und Neuburg, sowie später bei Hohenlinden, wo Rittmeister Tettenborn mit Aufopferung den Rückzug gedeckt; auf dem weiteren Rückzüge war das Regiment in dem Gefechte bei Rosenhain. In jenem bei Viehhausen (Wals) schlug sich die Oberst-Division durch eine kühne Attaque durch die feindliche Uebermacht; endlich Gefechte bei Schwandorf und Kremsmünster.