Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)
Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15
— 197 — Chevauxlegers-Regiment Nr. 5. Klenau. 1805 standen 4 Escadronen bei der Haupt-Armee in Deutschland und schlossen sich nach der Capitulation von Ulm dem Corps des Erzherzogs Ferdinand an, in welchem Abtheilungen in einzelnen Gefechten als Nachhut zur Action kamen. Bei dieser Gelegenheit zeichnete sich Rittmeister Carl Freiherr von Tettenborn besonders aus, welcher nach einem Gefechte bei Waldmünchen, mit seiner Escadron von der Haupttruppe abgedrängt, den Landsturm im westlichen Böhmen aufbot und durch Abtheilungen desselben verstärkt, den bedeutend überlegenen Gegner angriff und von der weiteren Verfolgung abhielt. Die übrigen 4 Escadronen standen im Corps Jellacic in Vorarlberg, entzogen sich durch einen kühnen Nachtmarsch der Capitulation von Bregenz und gelangten glücklich nach Böhmen. Rittmeister Emanuel Graf Mensdorff sich durch geschickte und umsichtige Führung der Avantgarde dieser Colonne ausgezeichnet1). Rittmeister Freiherr von Tettenborn wurde mit dem MTO. decoriert. 1809 im 4. Corps (Rosenberg) der Armee in Deutschland eingetheilt, focht das Regiment mit Auszeichnung, aber bedeutenden Verlusten, bei Regensburg, dann bei Aspern, Wagram und Znaym. Regiments-Inhaber FML. Graf Klenau erwart) sich als Commandant der Nachhut bei dem Rückzuge der Armee nach der Schlacht bei Wagram das Commandeurkreuz des MTO. 1813 erneuert auf dem Kriegs-Schauplatze in Deutschland, focht das Regiment bei Dresden, Naumburg, Leipzig und Hochheim. Die Oberstlieutenants- 1. Escadron war dem russischen Corps Platoff zugetheilt und zeichnete sich der Commandant derselben, Rittmeister Anton von Puchner, in mehreren Unternehmungen des kleinen Krieges aus, so bei Altenburg und Zeitz, Chemnitz; derselbe wurde mit dem MTO. decoriert. Endlich wurde noch der Commandant der bei dem Streifzuge des GL. Thielemann verwendet gewesenen ersten Majors- 2. Escadron, Rittmeister Baron Wasseige, nebst mehreren Officieren für Auszeichnung bei Merseburg belobt. 1814 nahm das Regiment an dem Treffen bei Bar-sur-Aube, der Schlacht bei Brienne theil, erlitt bei Troyes grosse Verluste und kämpfte noch bei Bar-sur-Seine, Arcis-sur-Aube und Vitry. 1815 bei der Armee in Frankreich eingetheilt, bestand das Regiment einige kleine Voi posten-Gefechte in der Nähe von Beifort. 1821 war das Regiment nach Piemont gerückt, trat aber nicht in Action. Liechtenstein, 1848 standen 4 Escadronen bei der Haupt-Armee in Italien, kamen aber während des ganzen Feldzuges in keine Action. Eine Escadron blieb in Vorarlberg zur Beobachtung der Schweizer Grenze, die übrigen 3 Escadronen waren in Süd-Tyrol und gelangten, theils den einzelnen Infanterie- Brigaden, theils Streif-Commanden zugetheilt, zur Verwendung. Abtheilungen derselben waren bei der Streifung in die Val Sugana, bei jenen in die Val Arsa und das Val di Ledro, dann in den Gefechten bei Spiazzi und Rivoli; später standen diese Escadronen bei der Cernierung von Peschiera. 1849 war nur eine Abtheilung bei Unterdrückung des Aufstandes in Brescia in das Gefecht gekommen. Das Regiment kam später auf den Kriegs-Schauplatz nach Ungarn, focht bei Zsigärd (eine Escadron), Nyárasd, Pered, zeichnete sich in der ersten Schlacht bei Komorn (Acs) durch Wegnahme einer feindlichen Batterie aus und kämpfte gleichfalls mit Bravour in der zweiten Schlacht bei Komorn (Puszta-Herkály). Mit erneuerter Auszeichnung nahm das Regiment an der Schlacht bei Szöreg theil, wo die Oberstlieutenants-Division eine hart bedrängte Batterie rettete und focht noch bei Temesvár und Teregova. *) *) Das Regiment Blankenstein-Husaren Nr. 6 hatte sich derselben angeschlossen.