Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 3/1. (1901)

Die bestehenden k. und k. Cavallerie-Regimenter - A. Die Dragoner-Regimenter Nr. 1-15

— 195 — 1709 focht dasselbe bei Mühlenbach, Püspöki und am Királyhágó (Ver­proviantierung von Grosswardein); wieder nach Siebenbürgen verlegt, überfiel 1710 eine Abtheilung unter Obristlieutenant Graf Rabutin (Sohn des Inhabers) Szilágy-Somlyó. 1716 focht das Regiment bei Peterwardein und vor Temesvár; 1717 mit Auszeichnung bei Belgrad. Batthyányi. 1734 aus Schlesien an den Rhein gerückt, kam das Regi­ment in die Haupt-Armee, jedoch weder in diesem Jahre, noch 1735 zu irgend einer Action. 1737 in der Haupt-Armee eingetheilt, war das Regiment bei der Ein­nahme von Nissa und der Belagerung von Widdin. 1738 focht es unter Obrist Graf Schellar d bei Kornia mit Auszeichnung. ' 1739 Schlacht bei Grocka, Treifen hei Pancsova. 1741 war das Regiment hei der Armee in Schlesien, Gefecht bei Ott- machau, Schlacht bei Mollwitz. 1742 Schlacht hei Öaslau, dann Belagerung von Prag. 1743 stand das Regiment in Bayern, Einnahme der Verschanzungen bei Deggendorf und machte dann die Vorrückung und Operationen am Rhein mit, wo es auch 1744 stand und dann im Corps seines Inhabers in Bayern verblieb. 1745 zeichnete sich das Regiment in dem Gefechte bei Pfaffenhofen aus, wo ein Theil der Dragoner absass, das Thor erstürmte und unter den Ersten in die Stadt eindrang; später war dasselbe in der Armee des FM. Traun am Main. Regiments-Inhaber Graf Batthyányi sich in diesem, sowie den ab­gelaufenen Feldzügen mehrfach ausgezeichnet. 1746 rückte das Regiment auf den Kriegs-Schauplatz nach den Nieder­landen ab und war in der Schlacht bei Rocour, dann 1747 in jener bei Lawfeld. 1756 im Corps Piccolomini in Böhmen stehend, bestanden Abtheilungen des Regiments einige kleinere Gefechte, so bei Jassena (Plesser Wald) und Reichenau. Die Grenadier-Compagnie unter Hauptmann Graf Erdödy nahm an der Schlacht bei Lobositz theil. 1757 kämpften 4 Compagnien bei Reichenberg, das Regiment mit be­deutendem Verluste bei Prag, dann hei Breslau und deckte bei Leuthen den Rückzug des linken Flügels, wobei es abermals viel verlor. 1758 Schlacht bei Hoohkirch, dann Belagerung von Dresden. 1759 trat das Regiment in den Verband der Reichs-Armee, focht 1760 bei dem Entsätze von Dresden, in dem Gefechte bei Kunzendorf (Grenadiere sich ausgezeichnet) und mit besonderer Auszeichnung bei Torgau. 1761 stand das Regiment auf Cordon im Erz-Gebirge. 1762 nahm es an dem Gefechte hei Teplitz und der ScUacht bei Frei­berg theil. Chevauxlegers-Regiment. Kinsky. 1778/79 war das Regiment bei der Haupt-Armee in Böhmen und bestanden nur kleinere Abtheilungen unbedeutende Patrouillen-Gefechre; Rittmeister Wilhelm sich in einem derselben bei Rumburg ausgezeichnet. 1788 nahm das Regiment an der Belagerung und Einnahme von Dubica, dem Gefechte hei Begovstan, später an der Erstürmung von Novi theil. Die Uhlanen-Division, in der Haupt-Armee eingetheilt, war in dem Gefechte bei Bezanja, in welchem Rittmeister Franz Graf Rosenberg-Orsini sich durch mehrere, mit Bravour ausgeführte Attakén auszeichnete. 1789 standen zwei Divisionen vorübergehend bei der Belagerung von Berbir, später, sowie die beiden anderen, an der Save. 1790 die Uhlanen-Division, sowie weitere zwei Divisionen, auf Cordon an der Unna, eine Division bei der Belagerung und Erstürmung von Cetin. 13*

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