Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 12. (Neue Folge, 1900)

Hauptmann Jacubenz: Die cisalutanische Walachei unter kaiserlicher Verwaltung 1717 bis 1739 - Fischalische Güter - Fischerei - Münzwesen

228 J a c u b e n z. an das Aerar zur Einlösung zu bringen und erhielten dafür 2 fl. per Drachme. Im Jahre 1717 wurden 898 Drachmen, im Jahre 1719 nur 581 eingelöst. Die Gewinnung von Waschgold hieng von der Regenmenge und der Dauer des Hochwassers ab. Darum schwankte auch das Quantum des zur Einlösung gelangten Goldes, innerhalb der Grenzen von 500 bis zu 1000 Drachmen jährlich1). Fiscalische Güter. Die Städte Rimnik, Ocna, Crajova, Caracalla, Tärgu- Jiu und Czernez (beziehungsweise der zu denselben gehö­rende Grundbesitz sammt allen mit dem Grundbesitz ver­bundenen Hechten) waren Eigenthum des Aerars. Diese Güter trugen im Pachtwege einschliesslich des Zehents und aller sonstigen Gerechtsamen in der Zeit von 17 27 bis 1733 einen Jahreszins von 2800 fl.2) Fischerei. Auch die Flussfischerei gehörte zu den Einnahmsquellen des Aerars. So wurde die Donau-Fischerei im Jahre 1721 um 500 fl., im Jahre 1723 um 1500 fl. verpachtet. Das Münz wesen. Das Münzwesen war zur Zeit der Besitznahme des Landes sehr verworren und in keiner Weise geregelt. Münzen aus aller Herren Ländern cursierten daselbst, gute und schlechte, besonders aber solche, die anderwärts nicht mehr angenommen wurden3). Die walachische Münzeinheit bestand in dem Löwen- thaler (Leu) im Werthe von 1 fl. 40 kr. Bheinisch; derselbe war gleich 133 walachischen Pfennigen. 500 Löwenthaler = 1 Beutel = 833 fl. 20 kr. Rheinisch; der Slot (zloty) = 88 walachische Pfennige = 1 fl. 6kr. Rheinisch; 3 Slot = 2 Löwen­thaler. ’) R. F. A. Siebenbürgen, 27. Mai 1719. 2) R. F. A. Neoacquistica, 16. August 1727, Nr. 56. s) E. F. A. Münz- und Bergwesen in Ungarn, 4. Januar und 1. März 1723.

Next

/
Thumbnails
Contents