Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 12. (Neue Folge, 1900)

Hauptmann Jacubenz: Die cisalutanische Walachei unter kaiserlicher Verwaltung 1717 bis 1739 - Bergwerke (Bergwesen) - b) Salzgruben - c) Goldwäscherei

Die Walachei unter kaiserlicher Verwaltung. 227 Im Jahre 1720 wurden zwei Erzproben dieses Bergwerks an das kaiserliche Münzamt nach Wien zur Untersuchung gesandt1). Das Ergebniss dieser Untersuchung war: dass beide Erzproben reine Kupfererze, ohne Beimengung von Gold oder Silber seien und dass ein Centner derselben ein reines Korn von 38, beziehungsweise 31 Pfund Kupfer liefere. Dieses Bergwerk trug dem Aerar in eigener Regie so wenig, höchstens 200—300 fl. jährlich, dass die Hof- Kammer, auf einen Antrag der Ober-Direction, mit Erlass vom 26. April 1728 die Verpachtung des Kupfer-Bergwerkes Baia de Arama um den Betrag von 1000 fl. jährlich geneh­migte2). b) Salzgrub en. Ferner standen bei Ocna, im District Vulcea, zwei Salz­gruben im Betrieb, die aber in einem sehr verwahrlosten Zu­stande übernommen wurden. Der Betrieb dieser Salzgruben wurde nunmehr vom Ca- merale in eigener Regie geführt. Der Ertrag war gering; erhob sich erst dann etwas, als die Hof-Kammer am 24. Juni 1724 der kaiserlichen Administration in Serbien den Auftrag ertheilte, den Bedarf an Salz nicht mehr aus Siebenbürgen, sondern aus der kaiserlichen Walachei zu beziehen, woselbst das Salz um 12 Irr. pro Centner billiger war. c) Goldwäscherei. Bergmännisch gewonnenes Gold gab es in den fünf Distrieten nicht, sondern nur Waschgold aus der Aluta, Bi- stritza, aus dem Jiul und der Rimnik; aus letzteren dreien allerdings wenig. Mit der Goldwäscherei befassten sich etwa 100 Zigeuner- Familien unter Aufsicht zweier Vatav’s (Aufseher). Anfangs wurden von den Goldwäschern keinerlei Abgaben eingehoben. Vom Jahre 1720 an mussten sie jedoch 400 Drachmen Wasch­gold als Taxe (als eine Art von Erwerbsteuer) abliefen. Sie waren verpflichtet, das ganze Quantum gewonnenen Goldes *) R. F. A. Ungarn, Münz- und Bergwesen, 12. Januar 1720. s) R. F. A. Siebenbürgen, 17. Juni 1724. 15*

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