Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 12. (Neue Folge, 1900)
Hauptmann Jacubenz: Die cisalutanische Walachei unter kaiserlicher Verwaltung 1717 bis 1739 - Die Cameral-Verwaltung - Steuern - Sonstige Einkünfte
Die Walachei unter kaiserlicher Verwaltung. 225 Das Erträgniss des Schaf-Zehents belief sich in den Jahren1): 1720 im Pachtwege auf 55.000 fl. Rheinisch 1723 » » » 83.583 » » 1724 » » 84.500 » » 1725 » »> »> 117.833 » *» 1726 •>>, »108.333 » 1727 » » » 64.333 » » 1728 » » » 67.916 » » 1729 in eigener Regie 75.215 » » 1730 » » » » 85.003 » » 1731 » » » » 68.001 » » 1732 » » • » » 60.862 » >» 1733 » » » » 55.108 * Die Marktgebühren wurden auf allen Jahr- und Wochen- Märkten von den zu Markt gebrachten Lebensmitteln eingehoben. Es war das eine verhasste Abgabe, die wegen Mangel an geeignetem Personal viele Klagen und Schwierigkeiten verursachte und deren Erträgniss überdies nahezu Null war. Desshalb auch hatte der Hof-Kammerrath Haan schon in seinem Berichte vom 17. November 1718 die Auflassung dieser Steuer beantragt; doch wurde selbe erst im Jahre 1731 that- sächlich aufgehoben. Um aber den durch die Aufhebung der Marktgebühr bedingten, wiewohl ganz unbedeutenden Ausfall zu decken, wurde die Einführung einer elassenmässig abgestuften Umlage auf die im Lande befindlichen Wirthshäuser angeordnet, dann aber (wegen des Widerstandes der Bojaren gegen die classenmässige Besteuerung) in eine Schanktaxe von je 1 fl. 30 kr. für ein Fass ausgeschenkten Weines, umgewandelt * 2). Von dieser Taxe waren weder die Klöster, noch die Bojaren befreit. *) 11. F. A. Siebenbürgen, 18. Juni 1734. 2) R. F. A. 1731, Siebenbürgen, 26. November. Mittkeilungen des k. und k. Kriegs-Archivs. Neue Folge. XII. 15