Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs - Supplement. Geschichte K. und K. Wehrmacht 1. (1898)

Die Fuss-Truppen - I. Infanterie - Die Infanterie-Regimenter Nr. 1-102.

— 286 — 1734 mit vier Bataillonen und den Grenadieren auf dem Kriegs-Schau­platze in Italien, fochten ein Bataillon und die Grenadiere bei Colorno, in der Schlacht bei Parma, bei Quistello und Guastalla. 1735 stand das Regiment in Süd-Tyrol. 1737 die Grenadiere bei der Einnahme von Uzica, das Regiment hei der Haupt-Armee. 1738 zwei Bataillone und die Grenadiere bei Kornia und bei Mehadia gefochten, das 3. Bataillon in Belgrad. 1739 die ersteren im Corps Neipperg, Treffen bei Pancsova; das letztere Yertheidigung von Belgrad. Emanuel Starhemberg. 1741 rückte das ganze Regiment nach Schlesien, focht 1742 bei öaslau mit besonderer Auszeichnung und kam sodann zu der Einschliessung von Prag. 1743 war es bei der Vorrückung an den Rhein. 1744 ein Bataillon in der Vertheidigung von Freiburg, in Folge Capi­tulation in Kriegsgefangenschaft gerathen. Das Regiment stand später im Corps Bämklau in Bayern. 1745 machte das Regiment den Feldzug in Bayern mit und kam 1746 auf den Kriegs-Schauplatz nach Italien, wo es in den Schlachten bei Guastalla und Piacenza mit Auszeichnung focht. Regiments-Commandant Obrist Ebner belobt. Zwei Bataillone sodann Belagerung und Einnahme von Piacenza, das dritte und die Grenadiere in der Schlacht bei Rottofreno. Das wieder vereinigte Regiment sodann Einnahme von Genua und Forcierung des Ueberganges über den Var. 1747 in dem Rückzugs-Gefechte bei S. Lorenzo (am Var) eine Compagnie unter Hauptmann Brandt sich hervorgethan; zwei Bataillone, eine Grenadier- Compagnie, später bei der vergeblichen Belagerung von Genua, ein Bataillon, eine Grenadier-Compagnie bei dem Corps am Var zurückgeblieben, waren in dem Gefechte bei Turbigba. Bei dem im September unternommenen Einfalle in Savoyen kam ein Bataillon bei Barcellonette in das Feuer. 1748 waren nur einzelne Abtheilungen an einigen kleineren Actionen im Val di Taro (Operationen gegen Genua) betheiligt. 1756 waren ein Bataillon und die Grenadier-Compagnien aus Italien auf den Kriegs-Schauplatz nach Böhmen gerückt und nahmen letztere 1757 an dem Ueberfalle auf Hirschfeld theil; diese, sowie das Bataillon, dann im Gefechte bei Reichenberg, endlich in der Schlacht bei Kolin, wo es bedeutende Verluste erlitt und kamen diese Abtheilungen sodann nach Prag >). 1758 im Corps Loudon, fochten dieselben bei Guntersdorf und Dom- stadtl. später in der Haupt-Armee bei Hochkirch und in der kurzen Belagerung von Dresden. 1759 das 2. Bataillon aus Italien nachgerückt und waren beide in dem Gefechte bei Peterswalde und kamen dann nach Schlesien; die Grenadiere fochten bei Maxen. 1760 wieder im Corps Loudon eingetheilt, fochten ein Bataillon des Regiments und die Grenadiere bei Landshut und kamen sodann zu der Be­lagerung von Glatz, wo das zweite sich schon befand; Regiments-Commandant Oberst Graf Guidobald Starhemb erg und Oberstlieutenant Gronauer während derselben sich ausgezeichnet; in der unglücklichen Schlacht bei Liegnitz verlor das Regiment viele Officiere und nahm später, in ein Bataillon formiert, an der Belagerung von Kosel theil. 1761 nur die Grenadiere an dem Ueberfalle auf Schweidnitz theil genommen; das Regiment im Corps Loudon, ohne Gefecht. 1762 das Regiment in der Haupt-Armee, ein combiniertes Detachement von 260 Mann (eine Grenadier- und eine Füsilier-Compagnie) in der glänzenden *) *) In der Schlacht hei Prag anwesend, aber nicht in das Feuer gekommen.

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