Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 10. (Neue Folge, 1898)

Hauptmann Veltzé: Der schriftliche Nachlass des Feldmarschalls und General-Lieutenants Raimund Fürsten Montecuccoli - IV. Correspondenz

und Generallieutenants Raimund Fürsten Montecuccoli. 265 O Putting an M., Madrid 13. 11. Ital. C. M. an Pötting, Wien 16. 12. Ital. 1669. C. M. an Königin von Spanien, Wien 2. 1. Ital. 1666. Als sehr willkommene Ergänzung zu seinem über die Reise nach Finale (1666) hinterlassenen Tagebuche (s. 11/20) ist im Original-Concepte die officielle Correspondenz Montecuccoli’s für die Zeit von Juni bis Ende August dieses Jahres *) mit dem Kaiser und den spanischen Hofwürdenträgern, sowie sechs kaiserliche Original- Handschreiben * 2) erhalten; da diese Concepte chronologisch ge­ordnet und geheftet vorliegen, so kann die Annahme, dass man hier auch die gesammte auf die Reise Bezug habende Cor­respondenz vor sich hat, als ziemlich gesichert gelten. Die oft wiederholte Behauptung, er sei bei dieser Gelegenheit von spanischer Seite nicht mit entsprechender Rücksicht gehandelt worden,3) erfährt in einem Original-Manuscripte de dato 25. Sep­tember von ihm selbst ein kategorisches Dementi. Die kaiserlichen Handschreiben entstammen der Zeit vom 10. Juni bis 7. August; dem vom 14. Juli liegen drei lateinische Concepte kaiserlicher Briefe an Cardinal Colonna, Herzog Albu­querque und Baron Lisola gleichen Datums bei. In dieser Angelegenheit sind noch zu erwähnen zwei Concepte an den Marquis della Fuentes (13. Mai und 8. December 1666), in deren zweitem der feierliche Einzug der kaiserlichen Braut in Wien beschrieben ist und endlich eine Aufzeichnung Monte­cuccoli’s vom 23. Mai über die Vermählung zu Madrid und die Abreise der Prinzessin nach Finale. Bekanntlich wurde dieses Verlöbniss am 25. April durch den Herzog von Medina de las Torres (als kaiserlicher Anwalt) zu Madrid in der Hofcapelle vollzogen und erfolgte die Abreise von dort am 28. April.4) *) Circa 50 Concepte. 2) Vier in deutscher, zwei in italienischer Sprache, theilweise Geheimschrift, und von Montecuccoli’s Hand aufgelöst. 3) Alle älteren Biographen und neuestens auch Campori (p. 428 fl'.) nahmen Notiz von Montecuccoli angeblich zugefiigten Kränkungen. 4) Rink p. 500.

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