Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)

FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851

86 iS a c k eit. Nation gewiss nicht entbehren, dafür bürgt der Preussen Sinn und Manneskraft. Komme es also, wie es wolle, für die Ehre uud das Keclit werden Preussens Krieger sich schlagen ohne Zagen und mit dem bewährten Muthe; sie werden ihre Gegner nicht zählen und kann der aufopfernde Muth nicht siegen, werden sie wenigstens nicht mit Schande unterliegen, nur „Drauf und Durch“. Der Wendepunct. Um sowohl dem Hauptquartier des Fürsten Taxis, als auch den vorgeschobenen Brigaden Zobel und Signorini näher zu sein, verfügte sich FML. v. Legeditsch mit seiner unmittelbaren Umgebung am 2. December nach Brückenau. Hier traf ihn Abends ein Schreiben des Fürsten Taxis, welchem eine Abschrift der nach­folgenden Note des GL. Grafen v. d. Groben beilag, jedoch bemerkt wurde, dass sowohl er, der Fürst, als auch Graf Rechberg keinerlei Information oder Instruction erhalten hätten, die Zuschrift Gröbens somit ohne Bedeutung sei. Die von Seite des Bundes festgestellte Instruction, welche ihm, sowie die darauf Bezug nehmende Oorrespondenz mit dem Fürsten Felix Schwarzenberg durch einen Erlass des Grafen Thun übermittelt worden, könnten keine Aenderungen erleiden und sei das erneuerte Vorgehen gegen die preussische Stellung für den 4. December in Aussicht genommen. Nun verfügte sich FML. Legeditsch am 3. persönlich nach Fulda, um sowohl dem Corps-Commandanten G. d. C. Fürsten Taxis seine dienstliche Aufwartung zu machen, als auch nähere Informationen einzuholen. Hier wurden ihm Abschriften des Erlasses des Grafen Thun und der darauf Bezug nehmenden Oorrespondenz ein­gehändigt. Diese Schriftstücke lauteten: GL. Graf von der Groben an G. d. C. Fürst Thurn und Taxis. Hauptquartier Wacha, den 2. December 1850. E. D. gebe ich auf höhern Befehl mir die Ehre, vou dem Inhalt folgender telegraphischen Depesche des königlich preussischen Kriegsministers von Stockhausen vom 1. December an mich, ergebenst Kenntniss zu geben:

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