Mittheilungen des k.u.k. Kriegs-Archivs 8. (Neue Folge, 1894)
FML. Freiherrn von Sacken: Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditsch. Beitrag zur Geschichte der politischen Wirren in Deutschland Ende 1849-1851
Das österreichische Corps Schwarzenberg-Legeditscli. 29 Persönliche Begegnungen. Der rege Dampfschiffverkehr gab Gelegenheit zu Besuchen von hohen Persönlichkeiten und zu kameradschaftlichen Zusammenkünften. So berichtete FML. Fürst Carl Schwarzenberg: „In Folge einer Einladung der Prinzessin Marie von Württemberg, welche auf ihrer Reise von Meran nach Friedrichshafen in Bregenz übernachtete, begab ich mich am 20. Juli nach Friedrichshafen. Die Prinzessin theilte mir mit, dass Se. Majestät der König von Württemberg, welcher seine besondere Befriedigung über die Nachricht eines Vorrückens der k. k. Truppen geäussert habe, am nächstfolgenden Tage in Friedrichshafen eintreffen würde und lud mich ein, wieder dahin zu kommen, falls ich mit Sr. Majestät zir sprechen wünschte; ich solle jedoch in Civilkleidern erscheinen, um jeden Schein einer officiellen Zusammenkunft zu vermeiden. Da ich einerseits Sr. Majestät etwas Besonderes nicht vorzutragen hatte, anderseits dem Wunsche, in Civilkleidern zu kommen, nicht entsprechen konnte, so habe ich den Besuch in Friedrichshafen unterlassen. “ Weiters berichtete der Corps-Commandant am 25. Juli: „Am 23. d. M. Abends trafen Ilire Majestäten der König und die Königin von Bayern in Lindau ein, woselbst der Prinz und die Prinzessin Luitpold bereits einige Tage zuvor angelangt waren. Seine Majestät geruhten mich gestern zu empfangen und sprachen vorerst sich sehr theilnehmend und anerkennend über die Waffenthaten der k. k. Armee in Italien aus, die jeden deutschen Mann mit Stolz und Freude erfüllen müssten, äusserten zunächst den Wunsch, gleiche Erfolge auch aus Ungarn zu vernehmen und gaben mir endlich mit der Versicherung, dass Höchstdieselben fest an Oesterreich halten wollten, die besondere Zufriedenheit über die erfolgte Aufstellung des k. k. Armee-Corps in Vorarlberg zu erkennen, wodurch ein kräftiges Gegengewicht gegen Uebergriffe Nord-Deutschlands erlangt worden sei. Seine Majestät sprachen die Absicht aus. nach der Tafel, zu welcher ich mit den mich begleitenden k. k. Ofiicieren gezogen zu werden die Ehre hatte, nach Bregenz hinüberfahren zu wollen und aut meine Frage, ob Höchstdieselben einen Theil des k. k. Armee-Corps sehen wollten, äusserten Seine Majestät: „Ich hin ein