Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 6. (Wien, 1821)

*44 Was der Mann nach dem Abfeuern zu beobachten bat. Hfth. am »4. 2äu- 799-1 >?5 und 7065, Beobachtungen hinsichtlich der (»tfuMMuna und Losschla- gung des Hahnes. Hkth. am »4.3rin. 799- 1 '75 und 7065. Wie die Feuersteine zuzurich- ten sind, und waS beym Auf- schrauben zu beobachten ist. Hkth. am 4. März 784. G 665. »4. Jan. 799 1 »75 und 7065. Wie die gebogenen Steine zu behandeln sind. Hkth. am >4. 3«n. 799. * »75 und 7065. Wann das Bayonnett auf- zupflanzeu und was überhaupt dabey zu beobachten ist. Hkth. am »4. 3än. 799. 1 »?5 und 7065. §. 5754. Der Mann muß gewöhnet werden, nach dem Abfeuern die Zündpfanne, die Batte­rie und den Stein vonZeir *u Zerr mit dem Finger oder Lappen (Fetzen) ab;uwischen, und mit einer bey der Hand habenden Raumnadel das Zündloch offen zu halren ; weil es im Un­terlassungsfälle bey öfterem Feuern, des Schmutzes halber, fast unmöglich wird, daß das Gewehr los gehen könne. §. 5755. Die Mannschaft soll belehrt werden, den Hahn nicht unnöthig mit Gewalt zu span­nen, überhaupe aber soll derselbe beym Erercieren bey jener Mannschaft, welche im Span­ne., ^osdrücken schon hinlänglich geübt ist, zur Schonung des Schlosses nicht zu oft, und bey den Recrur-n nur so oft, als unumgänglich nörhig ist, gespannt werden, indem selbst die Recruten außer dein (SmxUvet, ->inzeln darin unterrichtet werden können. §. 0756. Wenn ein Stein aufgeschraubet werden muß, so ist er vorher ordentlich zuzurichten, und mrt Bley zu füttern. Dieses ist im Wesentlichen sehr einfach und natürlich, und es kommt hauptsächlich darauf an, den Stein in seiner Breite so zu richten, daß er auf den Hahn, so wie auf den Batcerie-Deckel, wohl anpaffe, und daß das an beyden Seiten allenfalls Ueberflüssige gehörig abgenommeu werde, damit der Scein beym Anschlägen nicht an den Lauf anstreife. Der Stein darf am Rücken nicht geschwächt, sondern er muß nur vorn an der Schnei­de gleich gemacht, und die daran befindlichen Hügel und Spitzen müssen ausgeglichen wer­den, damit diese Schneide oder Schärfe im Anschlägen in ihrer ganzen Lange, und nicht etwa nur die hervor stehenden Theile derselben die Batterie streifen, wodurch eine größere Men­ge Funken erzeugt, dagegen, wenn man von den ungleichen Theilen vorn zu viel von der ganzen Schneide abnimmt, und solche verkürzt, der Stein sehr bald stumpf und unbrauch­bar wird. Der Stein kann auch durch das vielseitige Hämmern und Schlagen einen Schrick (Sprung) bekommen, folglich beym Abfeuern eher, als man vermuthet, zerspringen. Nebst dem, daß eine angemessene Ausgleichung des Steines zur Dauer desselben viel beyträgt, muß auch das Aufschrauben mit Aufmerksamkeit, und zwar so geschehen, daß die Schärfe bed Steines gegen die Fläche der Batterie nicht oblique, sondern parallel stehe, weil sonst im ersten Falle der Stein den nähmlichen Fehler, wie ein ungleicher Stein, ha­ben würde, daß nur von einem Theile desselben, und nicht von dessen ganzer Schärfe, die .ganze Fläche der Batterie getroffen werden konnte. §. 6767. Mit einer gleichen Aufmerksamkeit müssen auch die Steine, welche etwas gebogen, sonst aber von gehörigem Maße und Verhältnisse sind, behuthsam aufgeschraubet, und der Höhlung mit schicksamer Ausfütterung abgeholfen werden; zugleich aber ist zu verbiethen, und dem Manne in keinem Falle zu gestatten, daß sich derselbe des Steines beym Aufschrau­ben des Bayonnettes statt eines Schraubenziehers bediene; um so mehr, da das in der Hah­nenschraube angebrachte Loch Gelegenheit gibt, sich eines eisernen Nagels statt eines Schrau­benziehers zu bedienen. §. 6753. Obschon das Bayonnett an den neuartigen Gewehren eine Construction erhalten hat, wodurch es fester auf den Lauf, als das alte, paffet, so kann es doch mit der Zeit durch all­zu oftes und unnöthigeö Auf- und Abpflanzen locker gemacht werden; da es ferner, so leicht es auch immer verfertiget werden mochte, das Gewehr mehr vorwichtig macht, und das An­schlägen und Zielen erschweret, dasselbe aber, da der Mann kein Seitengewehr mehr hat, bequemer anstatt des Säbels getragen werden kann, so wäre es sehr zuträglich, dap das Ba- yonnett niemahls, außer auf Wachen, Piquetten, Patrouillen, beym Epercieren, und end­lich, wenn man bald im Begriffe ist, in den Feind emzudringen, oder wenn Uebung vorge­XVII. Hauptstück. I. Abschnitt.

Next

/
Thumbnails
Contents