Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 2. (Wien, 1820)

22 8 Was tii Hinsicht der Gallen- gcfäsie besonders zu bemerken «st. Hkth. flltt 7.5, Feb. 8,9. C zog. Von der Untersuchung der Bauchspeicheldrüse- Hkth. (tttt z5. Feb. 9,8. 6 209. Worauf bey den zur Abson­derung des Harnes dienlichen Werkzeugen zu sehen ist. Hkth. ank s5. Feb- 8,8. c 209. Beso ndere Untersuchung der Harnleiter und der Harnblase. Hkth. am i5. Feb- 8,8. C 209. borsten oder zerrissen sind, und ob der Riß sich bis zu ihren großen Blutgefäßen und in dieselben hinein erstreckt; ob in Fällen dieser 21 rt keine besonders mürbe oder andere krank­hafte Beschaffenheit dieser Eingeweide zugegen war, wodurch vielleicht eine größere Geneigt­heit zu Berstungen oder Zerreißungen veranlaßt wurde. h. 2o36. In Hinsicht der Gallengefäße ist ins Besondere zu bemerken: ob die Gallenblase und die Gallengänge nicht von ihrer gesundheitsgemäßen Beschaffenheit abweichen, und worin; ob die Gallenblase nicht ganz fehlt; ob sie viel oder wenig Gatte und von welcher Beschaffen­heit enthalte; ob keine Gallensteine, keine krankhaften Zusammenschnürungen der Gallen­gänge um dieselbe, kein entzündlicher, vereiterter oder brandiger Zustand in den Gallenge- fäßen wahrzunehmen ist. Wenn Verletzungen an diesen Theilen vorhanden sind, muß genau unterschieden werden, ob die Gallenblase, der Blasengang (ductus cystiem), der Leber­gang (ductus hepaticus) oder der gemeinschaftliche Gallengang (ductus choledochus) davon getroffen wurde. Bey vorhandenen Ergießungen von Galle in bte Bauchhöhle muß man untersuchen und bestimmt angeben, wohin sich die ergossene Galle einen Weg ge­bahnt hat, und ob Spuren von Entzündung oder einer andern nachtheiligen Wirkung an jenen Baucheingeweiden, die davon berührt wurden, zu beobachten sind ; ob die Gallengänge nicht erwa verwachsen sind, und welche aus ihnen, oder ob vielleicht eine mechanische Zu­sammenpressung derselben durch krankhaft gebildete Geschwülste Statt findet. h. 2037. An der Bauchspeicheldrüse (pancreas) ist zu untersuchen: ob sie selbst in ihrer Sub­stanz oder ihr Ausführungsgang nicht verletzt ist, und wie; ob mit oder ohne Ergießung des pancreatischen Saftes; ob sich keine Verhärtungen, steinige'Concremente, kein ent­zündlicher Zustand oder andere krankhafte Beschaffenheiten an denselben befinden; ob der Speisesaftgang (ductus thoracicus, chyliferus, receptaculum chyli) längs seines Verlaufes nicht verletzt ist; und ob sich keine Spuren einer Ergießung aus demselben zeigen : tu welcher Menge und Beschaffenheit. §. 2o38. Bey den zur 2lbsonderung des Harnes dienlichen Werkzeugen muß man sehen: ob die Nieren und Nebennieren in Bezug auf ihre Lage, Gestalt, Größe, Farbe, Struktur und Beschaffenheit von der gewöhnlichen Norm abweichen, oder nicht; ob sie entzündet, eiternd, brandig, mit Verhärtungen und steinigen Concrementen behaftet angerroffen werden; ob und wie sie verletzt sind; ob nur an ihrer äußern Oberfläche oder mehr nach ihrem innern Rande zu, tief in ihre Substanz, oder bis in ihre Höhlen. Hauptsächlich, ob ihre großen Gefäße entweder vor ihrem Eintritte in die Nieren oder in der Nieren-Sübstanz selbst Theil an der Verletzung nehmen; ob die Nieren gequetscht oder geborsten gefunden werden, und wie weit der Riß sich in ihre Substanz erstreckt; ob im Falle einer Niereneiterung die Mög­lichkeit einer Oeffnung nach außen vorhanden war, oder nicht; ob keine Ergießung von Blut und Harn in die sreye Bauchhöhle oder in das die Nreren und Nebennieren umgebende Zel­lengewebe, und in welcher Menge-geschehen sey. §. 2ü3(). Eben so müssen noch die den Harn aussondernden Werkzeuge, zu denen die Harnleiter und die Harnblase gehören, in's Besondere untersucht werden, nähmlich ob die Harnleiter von ihrer gesunden und naturgemäßen Beschaffenheit in nichts abweichen; ob sie weder durch Stein, noch sonst auf eine andere Art verstopft, verengt, erweitert, entzündet, vereitert rc. sind. Ob sie kerne Verletzung mit oder ohne Ergießung von Harn erlitten haben. Das Nähm- liche ist auch an der Harnblase zu beobachten, und über dies; noch, ob an derselben keine Quetschung, Berstung oder Zerreißung vorhanden ist; ob bey Verwundungen alle Häute der Blase bis in ihre Höhle oder nur einige derselben verletzt sind; ob ihre großen Schlag­adern mu Th eil an der Verletzung nehmen; ob die Verletzung an der Harnblase eine solche VI. Hüuptstück. XI. A bschnlt t.

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