Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 2. (Wien, 1820)
22fí Worauf bet) den mehr nach innen liegenden Geschlechts- theilen zu sehen ist. Hkth. am 2S. Feb. 818. 6 aog. Wie die Eröffnung derBauch- höhle vorzunehmen ist. Hkth.am 25. Feb.8,8. C 209. Worauf bey der Untersuchung der Bauchhöhle im Allgemeinen zu sehen ist. Hkth. am-5. Feb 8,8. 6,09. lefze n erweitert und schlaff, aufgedunsen oder geschwollen, enge und derb sind. Ob dasSchei- denhautchen (hymen) entweder eyförmig oder halbmondförmig, oder ganz undurchbohrt vorhanden ist, oder ob an seiner Statt die myrtenförniigen Karunkéin zu sehen sind. Wie sich die Nymphen und die Klitoris verhalten. Ob das Schambändchen (frcnulum) ganz zugegen, ob es gerissen oder verschwunden ist. Ob das Mittelfleisch nicht verletzt ist. §. 2029. Bey den mehr nach innen liegenden Geschlechtstheilen; Wie sich bte Mutterscheide verhält. Ob in derselben sich keine blutige, schleimige oder eiterartige Feuchtigkeit befindet. Ob sie angeschwollen, umgekehrt oder vorgefatten, zerrissen, enge, derb und mit Runzeln versehen, oder weit, schlaff und geebnet ist. Wie sich der Muttermund verhält: Ob er tief in die Scheide herab ragt, oder ob er hoch steht, und schwer zu erreichen ist. Ob der Gebarmur- terhals weich, kurz, dick und wulstig, der Muttermund völlig geschlossen oder offen, weich, schlaff, geschwollen, gekerbt, und ob die O.uerspalte des Muttermundes in eine zirkelrunöe Form verändert ist, oder nicht. Ob an den genannten Geschlechtstheilen oder in der Nähe derselben nirgend etwas Krankhaftes zu bemerken ist. §. 2o3o, Um die Eröffnung' der Bauchhöhle vorzunehmen, macht man durch die allgemeinen Decken, von der Spitze des Schwertknorpels an gerechnet, in der Richtung der weißen Bauchlinie bis zum Nabel, einen geraden Einschnitt, nun lenkt man das Instrument in einer halbzirkelförmigen Krümmung an der linken Seite um den Nabel, und setzt dann den Schnitt unter dem Nabel wieder in einer geraden Richtung längs der weißen Bauchlinie bis zur Vereinigung der Schambeine , durch Haut und Fetrhaut, bis auf die weiße Bauchlinie selbst fort. Der Querschnitt geht von der Mitte der Lendengegend, das ist: zwischen der größten Convexität der falschen Rippenknorpel und der größten Erhöhung des Kammes des Darmbeines von beyden Seiten bis zum Nabel hin, so, daß er nahe unter dein Nabel in den ersten geraden langen Schnitt einfällt, und bis auf die Scheide des äußeren schiefen und die sehnichte Haut des geraden Bauchmuskels reicht. Nun faßt man die weiße Bauchiinie mit dem Haken, spannt sie so viel als möglich in die Höhe, und durchschneidet dieselbe sammt dem Bauchfelle tn der Richtung des ersten Hautschnitres; die Seitenschnitte geschehen auf eben diese Art durch die Bauchmuskeln und das Bauchfell so wett in die Lendengegend, als der quere Hautschnitt reicht; beyde aber mit der äußersten Vorsicht, daß die darunter liegenden Eingeweide nicht verletzt werden. Die vier Lappen werden so weit als möglich zurück geschlagen, so daß der Nabel auf der Spitze des rechten oberen Lappens zurück bleibt, nachdem zuvor das aus der ehemahligen Nabel-Vene entstandene runde Lebenband untersucht, und nahe am Nabel abgelöset worden ist. Daß auch bey der Eröffnung der Bauchhöhle den etwa vorhandenen Wunden mit dem Schnitte ausgewichen, und das durch die Section ergossene Blut mit Schwämmen aufgesogen werden muß, versteht sich von selbst. tz. 2ö3i. Bey der Untersuchung des Innern der Bauchhöhle im Allgemeinen ist zuerst der Grad von Fäulniß, der im Untevieibe angetroffen wird, und jede Abweichung irgend eines der in denselben befindlichen Theile in Hinsicht auf Lage, Gestalt und andere von dem gesunden Zustande unterschiedene Beschaffenheiten genau anzumerken. Bey der Besichtigung jedes einzelnen Theileö muß vorzüglich auf die größere oder geringere Blutmenge in den Gefäßen desselben geachtet und bestimmt werden, ob sie vom Blute ungewöhnlich strotzend, oder blaß und blutleer angetroffen werden. Ob kein Blut, Eiter, Wasser, Harn, Speisebrey, Speisesaft, Koth und andere Feuchtigkeiten in die Höhle des Unterleibes ergossen gefunden werden, welche dann nach Maß und Gewicht und nach sonstiger Beschaffenheit genau bestimmt, und oft sogar chemisch untersucht und bestimmt werden müssen. Sodann untersucht man die einzelnen Eingeweide, und zwar in's Besondere: VI. Hauptftück. XL Abschnitt.