Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 2. (Wien, 1820)

A22 Besonde re Untersuchung der Brust. Hkth.am 25, §cd.8>8. c209. Was ke» weiblichen Körpern besonders zu untersuchen ist. Hkth.am r5. Feb.ö>8. G 209. Wie die Section der Brust­höhle beginnt. Hkth. am -5. Feh. 8»8, c 209,­ven, die Zungenschlundnerven, die Beinnerve und die großen sympathischen Nerven verletzt sind, wie und wo. Ob die größeren am Halse laufenden Blutgefäße verletzt sind; als: die Stamme der äußeren und inneren Kopfschlagader, die Wirbelschlagadern, die äußeren oder inneren Halsnerven; wie sie verletzt sind; ob ganz enrzwey geschnitten, nur eingeschnitten, oder ob bloß Srreifwunden in einigen Häuten derselben, oder Quetschungen u. s. w. vorhan­den sind. Ob nicht die Knorpeln des Kehlkopfes zerquetscht, gedrückt, zusammen gepreßt, verrenkt oder aus ihren Verbindungen gewichen, angetroffen werden. Ob nicht die Luftröhre auf irgend eine Art, und an welchen Theilen sie verletzt ist. Eben dieses gilt von der Speise­röhre: ob dieselbe, wie und an welcher Stelle, ob hoch oder tief unten verletzt ist. Ob sie gänzlich oder nur zum Theile durchschnitten, durchschossen, gequetscht oder zerrissen und zer­malmt ist. Ob die Verletzungen von vorn oder mehr seitswarts, oder von hinten zu beyge- racht sind. Ob im Kehlkopfe und in der Luftröhre kein fremder, von außen gewaltsam ein- gebrachter Körper, keine schaumige, schleimige und blutige Feuchtigkeit sich befinder, und in welcher Menge. Endlich ob nicht an irgend einem Theile des Halses ein Bildungsfehler oder eine andere krankhafte Beschaffenheit sich zeiget, sie mag nun mit der gegenwärtigen Ver­letzung in Beziehung stehen, oder nicht. §. 2016. Bey der äußeren Besichtigung der Brust muß zuerst bemerkt werden: Ob der Th »rar seine regelmäßige Wölbung hat, oder ob er platt und zusammen gedrückt ist. Ob die Haut auf der Brust glatt, eben und ungefärbt, oder ob sie mit braunen, blauen Flecken bezeichnet ist, die beym Einschneiden in dieselben sich tiefer als auf die Oberstäche der Haut erstrecken, und wie tief. Ob ausgetretenes Blut unter denselben zu bemerken ist. Ob sich Verletzungen vorn Stechen, Schneiden, Hauen, Schießen oder Quetschen zeigen. Ob keine Luft- und andere Geschwulst, keine Entzündung, Eiterung und brandige Stellen an dem äußeren Brustgewölbe sich wahr­nehmen lassen. Ob diese Verletzungen bloß bte allgemeinen Bedeckungen und die fleischigen Theile des Brustgewölbes betreffen, oder ob sie in die Brusthöhle selbst eindringen. Ob bte äußeren, bis in die Brusthöhle eindringenden Verletzungen so groß sind, daß sie eine hin- längltche Luftmenge einlassen, wodurch die Ausdehnung der Lungen vermittelst der durch die Stimmritze in die Luftröhre eingedrungenen, atmosphärischen Luft verhindert wird. Bey den nicht eindringenden müssen jedoch jene Thetle, die verletzt wären, genannt, und es muß haupt­sächlich darauf gesehen werden, ob nicht vielleicht die unter den Schlüsselbeinen hinlaufenden, oder in den Achselhöhlen befindlichen Gefäße, und welche aus ihnen, oder die Jnterkostal-Ge- säße, und vorzüglich wie nahe oder wie fern vom Rückgrathe, oder die äußeren Blut­schlagadern (arteriae mameriae externae) verletzt sind. §. 2017. Bey weiblichen Körpern muß noch in's Besondere untersucht und bemerkt werden: ob nicht an den Brüsten und unter denselben, vorzüglich, wenn sie groß und hängend sind, so, daß die unterhalb denselben gelegenen Stellen davon bedeckt werden, Wunden, Quetschun­gen, Entzündungen, Verhärtungen, Eiterungen, Krebsgeschwüre, Brandstellen u. s. tu. Vorkommen. In Fällen, wo einige Fragen oder Zweifel über vorher gegangene Schwanger­schaft, Geburt, verlorne Jungferschaft u. dgl. Vorkommen können, ist die Beschaffenheit der Brüste noch in's Besondere genauer anzumerken, ob sie schlaff und hängend, oder voll, derb und gerundet angetroffen werden. Ob Milch in denselben vorhanden ist, und von wel­cher Farbe der Hof und die Brustwarze gefunden werden. §. 2018. Die Sectton der Brusthöhle beginnt mit einem geraden Schnitte, der m der Mitte der halbmondförmigen Aushöhlung des Brustbeines anfängt, an der Spitze des schwert­förmigen Knorpels endet, und durch die allgemeinen Decken bis auf die Sehnenhaut des Beustknochens geführt wird. Von der Spitze des Schwertknorpels wird dann zu beyden Seiten längs der Richtung der Anheftung des Zwerchfelles ein zweyter bogenförmiger Ein­VI. Hauptstück. XI, Ab sch nitt.

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