Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1863 (Wien, 1863)
Anhang
Stiftungen. 825 ill. Des Hofkriegs-Rathes und Artillerie-Obersten Franz v. Köchl, für acht arme Kinder von Kriegs-Ministerial-Kanzlei-Beamten, und zwar für Mädchen bis zum 18., und für Knaben, welche sich den Wissenschaften und Künsten widmen, bis zur Vollendung ihrer Studien, für Nichtstudirende aber bis zum 20. Lebensjahre, welche jedes mit jährlich 100 fl., dermal 80 fl. C. M. zu betheilen sind. Das Stiftung«-Capital besteht in 10.470 fl. in Staats - Schuldverschreibungen mit einem jährlichen Interesscn-Ertrage von 786 11. 33 kr. C. M. Das Verleihungsrecht steht dein Kriegs-Ministerium, die Vermögens-Verwaltung der nieder-österreichischen Statthalterei zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 9593, vom 7. September 1855.) 32. Des Majors Kretschinaicr v. Treukampf, für einen ehelichen krüppelhaften Nachkommen eines k. k. Militärs vom Oberlieute- nant abwärts, oder eines im Range äquiparirenden k. k. Militär-Beamten. Das Stiftungs-Capital besteht in einer öpercentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1000 11. C. M. Das Ernennungsrecht und die Obsorge über die Stiftung steht dem Kriegs- Ministerium zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 5259, vom 27. Mai 1855.) 33. Der £<eitmerif:eer Kreises-Insassen. Das Capital besteht in einer öpercentigen verlosten Staats-Schuldverschreibung über 1180 fl. C. M. Von den Stiftungs-Interessen sollen jährlich zwei ausgediente aus diesem Kreise gebürtige Krieger zu gleichen Theilcn betheilt werden. Das Vorschlagsrecht steht dem commandirenden Generale in Böhmen, das Verlei- hungsrecht dem Kriegs-Ministerium zu. (L. 925, vom 5. März 1851.) 3 ft. Des pensionirten Ober-Feld-Arztes FerdinandMertens, wornaeh die Kinder unter 13 Jahren der Invaliden vom Feldwebel und Wachtmeister abwärts des Filial-Invalidenhauses zu Cividale alljährlich am Weihnachts- Tage mit den Stiftungs-Capitals-Interessen gleichmässig als Christ-Geschenk betheilt werden sollen. Das Stiftungs-Capital besteht in einer öpercentigen National-Anlehens- Öbligation pr. 570 fl. C. M. (Section III, Abth. 4, Nr. 6257, vom 17. Juni 1855.) 35. Des pensionirten k. k. Thesaurariats-Rathes Friedrich v. Müller, für das k. k. 23. Feld-Jäger-Bataillon, um eine Bibliothek zur Ausbildung der Ober- und Unter-Officiere anzuschaffen. Das Stiftungs-Capital besteht ausser einem Baarbetrage von 111 fl. ö4 kr. C. 31. zur ersten Anschaffung, in einer öpercentigen Staats-Obligation pr. 310 fl. (Abth. 20, Nr. 326-2, vom 24. März 1857.) 36* Der Freifrau Constanze v. Myiitis, geborne Zeimliger. Das Capital besteht in öO fl. C. M., dessen Interessen jährlich am 26. März unter der Benennung einer „Mylius-Prämie“ demjenigen dürftigen Schüler der 3. Normal-Classe der Oberschule zu Caransebcs im Romanen- Banater Regimente zu Theil werden sollen, welcher von dem jeweiligen Obersten dieses Regiments im Einvernehmen mit dem Deehante für den fleissigsten und sittlichsten anerkannt wird. (B. 3609, vom 26. September 1839.) 3'S. Aus den Vermächtnissen des Hauptmannes Franz Maria Freiherrn v. Ochel/Jty, des Wiener Bürgers Johann Michael l&udolf und des Reichstädter Dechanten Franz v. Sehönfeld, dann aus den Spenden mehrerer Patrioten in Böhmen während der Kriegsjahre von 1807 bis 1814 für die 3Iilitär-Bade-Anstalt zu Schönau. Das Capital besteht in öffentlichen Fonds-Obligationen im Nennwertlie von 34.64Ö fl. 46 kr., wpvon ein Theil im Betrage von 14.306 fl. 14 kr. zur