Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1861-1862 (Wien, 1862)
Anhang
816 Stiftungen. *15« Feldzeugmeister August Graf Gegenfeld-Selionburg- Stiftung, gegründet durch Friedrich Wipperfürth aus Köln. Zur Unterstützung für unbemittelte gut dienende Feld-Aerzte, vorzugsweise aber für Unter-Aerzte zur Bestreitung der Rigorosen- und Promotions- Taxen, wenn sie sich legal ausweisen , dass sie die erfordei’lichen Studien an einer inländischen Lehr-Anstalt gemacht haben, und an einer solchen zu den strengen Prüfungen zur Erlangung des Doctorats zugelassen werden. In Ermanglung solcher Bewerber werden auch dienende, gut conduisirte Unter-Aerzte, welche an einer inländischen Universität oder an der medi- ciniseh-chirurgischen Josephs-Akademie die höheren medicinich-chirurgi- sehen Studien für das Doctorat nachtragen, mit Unterstützungen betheilt. Das Stiftungs-Capital besteht in einer Spercentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 14.000 fl. C. M., deren Interessen, nach Abzug der Einkommensteuer, vom Jahre 1862 an, jährlich vertheilt werden. Das Recht der Verleihung , so wie die Bestimmung des Betrages der Unterstützungen steht dem jeweiligen Kriegs-Minister zu. Die Gesuche um derlei Unterstützungen sind bei dem k. k. Kriegs-Ministerium zu überreichen. (Abth. 9, Nr. 1798, vom 19. April 1862.) 16. JEugenía-Stiftung des Doctors Sigmund Bernstein, Regiments- Arzt bei dem Infanterie-Regimente Nr. 33, zum Ankäufe von Weihnachts- Geschenken für Kinder, welche das 12. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben, von Gemeinen und Stellvertretern des Huszaren-Regiments Graf Radetzky Nr. 5. Das Stiftungs-Capital besteht in der Spercentigen National-Anlehens- Obligation pr. 200 fl. (Abth. 20, Nr. 1165, vom 24. Mai 1857.) In Ermanglung von Kindern der Gemeinen und Stellvertreter können auch Kinder von in der Dienstleistung befindlichen Unter-Officieren vom Wachtmeister abwärts mit Weihnachts-Geschenken betheilt werden. (Abth. 6, Nr. 1962, vom 29. Februar 1860.) 11. Des k. k. Majors Carl Ritter v. Gaupp, bestehend in einem Capitale von 11.000 fl., von welchem 7900 fl. W. W. in 2y2percentigen Wiener Stadt - Banco - Obligationen, und 3100 fl. C. M. in Spercentigen Staats-Schuldvei'schreibungen depositirt sind. Die Interessen des Stiftungs- Capitals sollen alljährlich zur Unterstützung fleissiger und ordentlicher Hausväter der gesammten k. k. Militär-Grenze, welche die Erde mit Fleiss bebauen, in ihrer Landwirthschaft aber ohne eigenes Verschulden durch böse Menschen, oder störend und nachtheilig eimvirkende Natur-Ereignisse Schaden erlitten haben, verwendet werden. Das Vorschlagsrecht üben die Landes-General-Commandeu zu Temeswar und Agram aus; das Verleihungsrecht steht dem Kriegs-Ministerium zu. (B. 3728, vom 8. September 1836.) 18. Des Pfarrers Thomas Gergurevié. Die Zinsen von dem Capitale pr. 2770 fl. W. W. haben eine dreifache Bestimmung, und zwar: zur Unterstützung für einen dem geistlichen Stande sich widmenden Jüngling aus der Verwandtschaft des Stifters, für arme Witwen und Waisen, und endlich für mittellose Kranke in dem Neu-Kapel- laner Pfarrbezirke mit Arzeneien. Die Vertheilung geschieht von dem jeweiligen Pfarrer zu Neu-Kapella in Slavonien. (C. 1293, vom 7. September 1793.) *16. Des Wiener Hauseigenthümers Carl Giugno, zu Gunsten des Militär-Spitales zu Carlsbad für zwei reconvalescirende Soldaten, welche am 1. Juli jeden Jahres mit den Spercentigen Interessen des Stiftungs-Capitals