Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes (Wien, 1859)

Anhang

572 Stiftungen. Militär-Stande gewidmet werden soll, die andere Hälfte aber für Hilfsbedürftige und deren Kinder aus dem Civil-Stande bestimmt ist. Das Vertheilungsrecht hat der Gemeinderath und das Armee-Ober-Commando. (D. 1150, vom 18. April 1845.) 36» Des Pfarrers Franz Holz. Für zwei der würdigsten und dürftigsten, vorzüglich der mit unversorgten Kindern belaste­ten Witwen solcher Soldaten, die im Felde ihr Leben verloren haben. Das Capital besteht in 900 fl. C. M. Das Verleihungsrecht steht dem Armee-Ober-Com- rnando zu. (L. 3680, vom 17. October 1808.) 3Í. Desk. k. Feldzeugmeisters Joseph Anton Freiherrn liusso v. Aspernbranri. Bestehend in einer 5percentigen Staats- Schuldverschreibung pr. 1000 fl. C.M., wovon die Interessen einer Oft'iciers-Toehter des 5. Artil­lerie-Regiments halbjährig zukommen sollen, die entweder keine Eltern mehr hat, oder aus einer zahlreichen Familie herstammt und von guter Aufführung ist. Das Verleihungsrecht ist dem Franz Freiherrn Russo v. Aspernbrand, Major in Pension, zweitgebornem Sohne des verstorbenen Feldzeugmeisters übertragen. (D. ‘2073, vom 15. September 1842.) 38« Der Caroline v. Sehallenheim, k. k. Bathes und Truchsesses hinterlassenen Tochter. Besteht in öffentlichen Staats-Obligationen pr. 100 fl. C. M. und 1000 fl. W. W., deren Interessen für eine arme Officiers-Witwe bestimmt sind. Das Verleihungsrecht ist der Joseph» Zimmer, geh. v. Mezerieh, und ihren Erben, in Abgang derselben aber dem Armee-Ober-Commando anheim gestellt. (D. 1393, vom 26. April 1837.) 30. Des Jacob v. Selicllenlitirg. Für zwölf dürftige, aus Krain, in deren Er­manglung auch aus anderen Provinzen, gebürtige Witwen von k. k. Officieren. Das Capital besteht in 27.390 fl. C. M. ver­schiedener Obligationen. (N. 457, vom 16. Mai 1750.) Der k. k. Rittmeisters-Witwe Theresia Freiin v. Schellerer. Das Capital besteht in 12.760 fl. zu 5 pCt. in C. M. Die hievon abfallenden jährlichen Zinsen pr. 600 fl. C. M. sind zu einer immerwährenden Stiftung eines Zöglingsplatzes in der Theresiani­schen Akademie gewidmet, welcher nach dem Willen der Stifterin jeweilig einem solchen Offi- ciers-Sohne verliehen werden soll, der von ehe­licher und adeliger Geburt, und zwar ausschliess­lich vom Ritter- oder Freiherren-Stande ist, des­sen beide Eltern adelig und mittellos sind, der Vater im Felde sich rühmlich ausgezeichnet, wenigstens den Rang eines Hauptmannes resp. Rittmeisters bis einschliesslich eines Obersten in einem Linien-Infanterie- oder Cavallerie-Regi- mente bekleidet hat, und pensionirt ist; doch kann .auch der Sohn eines noch wirklich mit obi­gen Eigenschaften im Militär dienenden Vaters aufgenommen w erden. Ein Abkömmling aus der Freiherr Ertel v. Kreh- lau’schen Familie soll den Vorzug haben: Das Verleihungsrecht steht dem Armee-Ober-Com- mando zu. (N. 2836, vom 17. October 1826.) 411 • Des k. k. Ober-Kriegs-Commissärs Jo­hann Ritter v. Scliloissnigg;. Für taubstumme und blinde Kinder von Mili­tär-Beamten und Officieren, bestehend in 5per- centigen verlosten Staats-Schuldverschreibungen von 17.920 fl. C. M. und 45 fl. W. W. Das Präsentations-Recht steht dem Armee-Com- inando in Wien, das Verleihungsrecht aber dem Armee- Ober-Commando zu. (D. 1624, vom 16. Mai 1848.) Hä. Des k. k. Feldmarschall - Lieutenants Friedrich Ritter v. Spanoghe. Für zwei Kinder verdienstvoller Individuen im Tyrnauer Invalidenhause. Das Capital besteht in einer öpercentigen Staats-Schuldverschreibung von 200 fl. C. M., wovon die Interessen immer am 18. October ver­theilt werden. Das Recht der Verleihung hat das gedachte Inva- lidenhaus-Commando. (Section III, Ablh. 4, Nr. 4605, vom 26. Nov. 1853.) H3> Der Rittmeister-Auditors-Töchter Louise Sulzer. Für zwei ganz mittellose weibliche Officiers- Waisen, die über ihr sittliches Betragen gute Zeugnisse aufzuweisen haben, und unter denen die kranken und gebrechlichen den Vorzug haben sollen. Das Stiftungs-Capital besteht gegenwärtig in 5percentigen Staats-Obligationen pr. 12.900 fl. C. M., und wird sich durch eingehende Privat-For- derungen noch erhöhen. Dem Armee-Ober-Commando stellt die Verleihung der Stiftungs-Interessen zu. (Section III, Abth. 4, Nr. 5273, vom 17. Juli 1854. und Nr. 4010, vom Jahre 1855.) Das ursprüngliche Capital dieser, von der verstorbenen Rittmeister - Auditors - Tochter, Louise Suly.er, für zwei mittellose Officiers- Waisen letztwillig errichteten Stiftungpr. 11.400 fl. C.M., ist durch nachträglich eingegangene Privat- Forderungen bis auf die Summe von 16.125 fl. C.M. vermehrt worden, und zwar bestehen die zu ge­wachsenen Capitals-Beträge aus den drei 5per- centigen Staats-Schuldverschreibungen des Na- tional-Anlehens : Nr. 2.106 ddo. 1. Jänner 1855 pr. 1200 fl. C.M., „ 12.687 ddo. 1. October 1855 „ 1270 „ „ „ 13.079 ddo. 1. October 1855 „ 380 „ „ und aus den beiden opercentigen Staats-Schuld­verschreibungen : Nr. 1.272 ddo. 1. September 1854 pr. 1500 fl. C. M., und Nr. 43.409 ddo. 1. Juni 1855 pr. 375 fl. C. M. Diese Staats-Schuldverschreibungen wurden zum Zwecke der bereits genehmigten Stiftung vin- culirt und der k. k. Universal-Militär-Depositen- Administration zur Aufbewahrung übergeben, und

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