Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes (Wien, 1857)
Stiftungen
964 Stift ungen. S?« Der Caroline von Schallenlielm, k. k. Rathcs und Truchsesses hinterlassenen Tochter. Besteht in öffentlichen Staats-Obligationen pr. 100 fl. C. M., und 1000 fl. W. W., deren Interessen für eine arme Ofticiers- Witwe bestimmt sind. Das Verleihungsrecht ist der Josepha Zimmer, geh. v. Mezerich, und ihren Erben, in Abgang derselben aber dem Arinee-Ober-Com- mando anheim gestellt. (D. 1393, vom 26. April 1837.) 3§. Des Jacob von Schellenburg. Für 12 dürftige, aus Krain, in deren Ermanglung auch aus anderen Provinzen, gebürtige Witwen von k. k. Officieren. Das Capital besteht in 27.390 fl. C. M. verschiedener Obligationen. (N. 457, vom 16. Mai 1750.) 30. Der k. k. Rittmeisters - Witwe Theresia Freiin von Schellerer. Das Capital besteht in 12.760 fl. zu 5 pCt. in C. M. Die hiervon abfallenden jährlichen Zinsen pr. 600 fl. C. M. sind zu einer immerwährenden Stiftung eines Zöglingsplatzes in der Theresianischen Akademie gewidmet, welcher nach dem Willen der Stifterin jeweilig einem solchen Officiers - Sohne verliehen werden soll, der von ehelicher und adeliger Geburt, und zwar ausschliesslich vom Ritter- oder Freiherren-Stande ist, dessen beide Eltern adelig und mittellos sind, der Vater im Felde sich rühmlich ausgezeichnet, wenigstens den Rang eines Hauptmannes resp. Rittmeisters bis einschliesslich eines Obersten in einem Linien-Infanterie- oder Caval- lerie - Regimente bekleidet hat , und pensionirt ist ; doch kann auch der Sohn eines noch wirklich mit obigen Eigenschaften im Militär dienenden Vaters aufgenommen werden. Ein Abkömmling aus der Freih. Ertel von Krehlau’schen Familie soll den Vorzug babén. Das Verleihungsrecht steht dem Armee-Ober-Commando zu. (N. 2836, vom 17. October 1826.) 1*0. Des k. k. Ober-Kriegs-Commissärs Johann Ritter von Scliloissnigg. Für taubstumme und blinde Kinder von Militär-Beamten und Officieren, bestehend in öpercentigen verlosten Staats-Schuldverschreibungen von 17.920 fl. C. M. und 45 fl. W. W. Das Präsentations-Recht steht dem Armee-Commando in Wien, das Verleihungsrecht aber dem Armee-Ober-Commando zu. (D. 1624, vom 16. Mai 1848.) Ul. Des k. k. Feldmarschall - Lieutenants Friedrich Ritter von Spanoghe. Für zwei Kinder verdienstvoller Individuen im Tyrnauer Invalidenhause.