Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1852)

Corps und Branchen

812 Stiftungen. Stiftung des Officiers-Corps des Infanterie-Regi­ments Erzherzog Rainer Nr, 11, zum immerwäh­renden Andenken an das SOjährige Inhabers-Ju­biläum Seiner kais, königl, Hoheit des durch­lauchtigsten Herrn Erzherzogs Rainer (*)• Das Stiftungs-Capital bestellt in einer 5percentigen Metallique- Obligation pr. 500 fl. Ans den Interessen erhalten die wegen ihres Fleisses und ihrer guten Aufführung mit Medaillen betheilten fünf Zöglinge des Er­ziehungshauses dieses Regiments, eine monatliche Zulage von zwan­zig Kreuzer C. M., und der erübrigte Rest von fünf Gulden C. M. wird alljährlich dem vorzüglichsten Zöglinge der letzten Classe bei seiner Ausmusterung auf die Hand bezahlt. Die Aufrechthaltung der Stiftung kömmt dem k. k. Kriegs-Ministe­rium zu. (L. 0943. vom 28. December 1851.) Stiftung des Erlauer Gross-Propstes Carl v, Rajner, für Witwen der vor dem Feinde gebliebenen Unter- Officiere, Bestehend in einer 4percenligen Staats-Schuldverschreibung pr. 200 fl. Das Benennungsrecht steht dem k. k. Kriegs-Ministerium zu, wel­chem auch die Obsorge über die Erhaltung des Stiftungs-Capitals über­tragen ist. (D. 994, vom 31. März 1847.) RahVsehe Stiftung, siehe Stiftung des k. k. Officialen Johann Saazer. Stiftung des Einreichungs-Prolokolls-Rirections- Adjuncten der niederössterr, Provinzial-Rau-Hi- rection, Anton Rauch, Für zwei Individuen der Mannschaft des Infanterie-Regiments Nr. 28 vom Feldwebel abAvärls, welche in den Jahren 1848 und 1849 sich durch besondere hervorragende Kriegsthaten ausge­zeichnet haben, oder in Zukunft auszeichnen werden, oder bei deren Abgänge für solche, welche sich durch musterhaftes Be­tragen hervortliun. Das Stiftungs-Capital besteht in 4 Stück opcrccntigen Metal- liques-Obligationen jede ä 100 fl. Das Verleihungsrecht steht dem jeweiligen Commandanten dieses Regiments, die Aufrechthaltung der Stiftung aber dem k. k. Kriegs-Mi­nisterium zu. Die Vertheilung geschieht jährlich am 6. October, als am Todes­tage des um das Allerhöchste Kaiserhaus und den Staat hochverdien­ten Feldzeugmeistörs und Regiments-Inhabers Grafen Theodor Baillet de Latour. (L, 17 4, vom 28. Jänner 1851.)

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