Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 31/1. (2011)
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104 T. MÖRTZ den die Helme und übrigen, oben aufgezählten Artefakte aus dem Bereich der Belegis II-Kultur nach Norden nahmen. Offenbar handelt es sich um einzeln niedergelegte Objekte, die aus diesem Grund der sonst üblichen Zerstückelung entgingen. Vielleicht diente ein solcher Helm als Vorlage für die Blechtassen, zumindest ist mit dem Fragment von Elsterwerda I die Kenntnis dieser Produkte in der Lausitz bezeugt. Neben dem Sterndekor kann der Geschirrfund von Dresden-Dobritz noch über ein weiteres Ornament mit frühen Helmen verbunden werden. Es handelt sich dabei um ein aus konzentrischen Kreisen bestehendes Perlpunzmuster mit ebenfalls plastischem Mittelpunkt, das in vierfacher Ausführung auf einer kleinen Schale auftritt (Abb. 6A) (Coblenz 1951,148, Nr. 17; Martin 2009, 85, Nr. 119). In ähnlicher Form sind sowohl die ostalpinen Helme mit dreilappigem Kamm (Abb. 6B) (Hencken 1971, 58; Egg 2002; Egg-Tomedi 2002; Lippert 2010), das Exemplar aus der Oder bei Szczecin-Zdroje, województwo Zachodniopomorskie, Polen (Hencken 1971,157-159; Albrecht 1991; Riemer 1997; Born-Hansen 2001, 74), als auch einige wohl zu einer Kopfwehr gehörige Blechfragmente aus dem nahe der Schwarzmeerküste entdeckten Depot von Techirghiol, judet Constanta, Rumänien (Aricescu 1965; Hencken 1971, 160; Petrescu-Dimbovita 1978, 136, Nr. 192; Bader 1991, 83, Nr. 135), sowie das zweiteilige Stück aus Fossa Grab XXVIII von Tiryns in der Argolis, Peloponnes, Griechenland (Abb. 6C) (Hencken 1971, 23-26; Borchhardt 1972, 43-44), verziert. Sich um eine kulturhistorische Einordnung dieses Dekors und den daraus ableitbaren Kulturkontakten Alteuropas zu bemühen, soll jedoch anderen Studien Vorbehalten bleiben. Abb. 6. Getriebene Metallobjekte mit konzentrischen Kreisornamenten aus Perlbuckeln: A. Schale aus dem Depot von Dresden-Dobritz, Deutschland; B. Helm mit dreilappigem Kamm von Pass Lueg, Österreich; C. Helm aus Fossa Grab XXVIII von Tiryns, Griechenland (nach Martin 2009; Egg-Tomedi 2002; Müller-Karpe 1980). Der hier aufgezeigte Kommunikationsraum zwischen Banat und Harz teilte offenbar nicht nur einzelne Gegenstandstypen, sondern in gleicher Weise spezifische Ornament- und damit mutmaßlich Symbolsysteme. Dass im Zuge der Untersuchung ein lediglich grober Zeitrahmen