Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 7. (1977)
Studii şi materiale - I. Arheologies
17 INCEPUTUL LATÉNE-ULUI 83 Der Verfasser weist die Idee der Existenz ungleichmässiger Entwicklungszonen in der dako-getischen Welt, sowohl in Zeit als auch an Intensität, zurück. Laut dieser Hypothese hatte der Übergang in die Laténezeit in der istro-pontischen Zone noch im V. Jh. v.u.Z. stattgefunden zum Unterschied von der innenkarpatischen Zone welche mehr zurückgeblieben ist 2; 4'5. Eines der wichtingsten Argumente, welches von denen die sich für eine zonenhafte Entwicklung erklärten, in Betracht gezogen wurden stellt die Existenz der grauen am Töpferrad hergestellte Keramik aus der Gegend der untern Donau dar, welche unter dem Einfluss der südthrakern enstand. Von der Analyse der Bestimmungsmerkmale derjenigen Edelmetallschmuckstücke und vor allem der aus Silber ausgehend, welche im Zusammenhang mit diesem Thema behandelt wurden, weist der Verfasser darauf hin, dass im IV, Jh. v.u.Z. aus welchem diese stammen, von einer eigenen getischen Kunst noch nicht die Rede sein kann. Als Hauptargument wird die Tatsache angeführt, dass die Verbreitung des Edelschmuckes mit Tiermotiven von kurzer Dauer war und weder viel vorher oder nachher anzutreffen war. Zu dieser Analyse des Verfasser gesellt sich noch eine gründliche Analyse des Stils hinzu, welcher beweist, dass es keinen selbstständigen getischen Stil gibt, der von dem der Skythen oder Griechen unterschiedlich ist. Die Edelmetallerzeugnisse aus dem IV. Jh. v.u.Z. welche nördlich des Balkan, in der Gegend der Untern Donau entdeckt wurden stellen nicht eine selbstständige Kunst dar, sondern sie ordnen sich in die sogenannte „universelle“ orientalische Kunst mit Tiermotiven ein, welche in einem sehr grossen Raum verbreitet waren. Weiterhin bringt der Verfasser die Meinung zum Ausdruck, dass nicht einmal die unterschiedlichen Merkmale der mit dem Töpferrad hergestelte Keramik auf eine verschiedenartige Entwicklung der getischen Zivilisation nach gegebenen Zonen hinweisen können. In diesem Sinne wird darauf hingewiesen, dass im nordwesten Rumäniens in Sanisläu22 und Curtuiu§eni26 Brandgräber-Nekropolen aus der späten Hallstattzeit entdeckt wurden, welche eine grosse Menge an der Töpferscheibe hergestellte Tonware, enthielten. 23% von den 115 in Sanisläu entleckten Tongefässen: Henkelkrüge, Schüsseln und bitronkonische Gefässe wurden in der neuen Technik hergestellt. Die Nekropole von Sanisläu datiert aus dem V. Jh. v.u.Z. und wird in die Gruppe der sogenannten Szentes-Vekerzug-Nekropolen eingeordnet. Aufgrund der zahlenmässig wenigen Eisengegenstände aus den 62 gräbern ist der Verfasser zu behaupten geneigt, dass es sich hier — trotz der Vorkommens der grauen am Rad hergestellte Ton ware — nicht um eine Latenezivilisation handeln kann. Es werden einige Meinungen im Zusammenhang mit der Herkunft der mit dem Töpferrad hergestellten Keramik in der Theissebene und zwar aus der Gruppe Szentes-Vekerzug23-29 aufgezählt, über welche sich der Verfasser äussert, dass diese in der griechischen oder vielleicht südthrakischen Welt zu suchen sind. Was die ethnische Zuschreibung