Zs. Kakuk , I. Baski (Hrsg.): Kasantatarische Volksmärchen: Auf Grund der Sammlung von Ignác Kúnos.

Texte

117 Aksakal um Erlaubnis, sich bei ihm zu wärmen. Der Aksakal führte ihn ins Haus, gab ihm zu essen und zu trinken. Am Abend sagte er: "Du wirst mir Gesellschaft leisten, jetzt ist bei uns das Haus einsam, meine Frau weilt zu Besuch, ich langweile mich so, wir werden uns unterhalten und dann schlafen legen." Saltékaj legte sich hin, der Herr bereitete Platz auf dem Fussboden und legte seine Goldstücke in einem Kästchen unter den Kopf. Saltékaj und der Alte sprachen eine Weile über das und jenes, dann folgte ein Wort dem anderen und der Herr sagte zu Saltékaj: :Vielleicht kennst du einige Anekdoten, ich höre sehr gern [134] Anekdoten. Saltékaj sagte: "Ich kann, ich kann, ich bin der grösste Witzbold in der Welt", und er begann, dem Alten Anekdoten zu erzählen. Nachdem der Alte ein wenig zuhörte, begann er einzunicken. Nach­dem er eine Weile schon erzählte, fragte Saltékaj: "Hörst du zu?" Der Herr sagte: "Ich höre", und schlief sofort ein. Saltékaj stieg von der Hängematte hinunter, sah nach, ob er wirklich schläft, dann ging er an seinen Platz zu­rück und begann wieder zu erzählen. Etwas später ging er in den Hof, brachte ein Stück Holz, legte ез an seinen Platz und deckte es zu. Er ergriff das mit Gold [stücken gefällte] Kastchen und ging weg. Als der Herr am Morgen aufwachte, sah er, dass das Kästchen nicht da ist, er ging nachschauen, ob der Wanderer dort liegt. "Sicherlich hat er es gestohlen", sagte er und stach zornig ein Меззег in ihn, doch er traf auf etwas Hartes. Er deckte ihn auf, und da lag ein Stück Holz. Als er wieder Saltékaj begegnete, sagte er: "Jetzt stiehl auch meine Frau, etwas anderes ist mir sowieso nicht geblieben." Eines Tages 3pannte der Aksakal das Pferd an, setzte seine Frau darauf und ging aufs Feld hinaus. Saltékaj ging ihnen nach. Als diese am Wald vorbeigin­gen und dort ankamen, hing Saltékaj an einem Baumast am Bein und liess den Kopf nach unten hängen. Als diese eine Weile die Saat betrachteten, ging Saltékaj wieder nach vorn und hängte sich wieder ihnen im Weg auf. Der Herr sagte, als er ihn erblickte: "Dieser Gottverdammter, ist scheinbar kaputt. Fürwahr, schon längst hatte es sein müssen! Doch das haben wir schon gesehen, er war es auch. Das ist ein Falscher! Jetzt werden wir uns von ihm befreien, doch gehen wir zu­rück, um den Richtigen zu fassen", und er stieg vom Wagen und ging zu Fuss, um nachzusehen, wen sie zurückgelassen haben. Saltékaj jedoch kletterte hinab und stahl ihm die Frau. vni. GROSSMÜTTERCHEN UND GROSSVÄTERCHEN [136] Es war einmal ein Grossmütterchen und ein Grossväterchen. Sie hatten einen Sohn. Einmal als die Karawanenleute assen, tranken und sich auf den Weg vorbereiteten, begannen sie die alte Frau und den alten Mann zu bitten, ihren

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