May István: Die Briefe von Antal Reguly an A. A. Kunik, 1845–1855 (A MTAK közleményei 25. Budapest, 1990)

Die Briefe Regulys an A. A. Kunik

57 Zeichnung, nämlich der, der Philistinoru m und Jassonum . Carl Robert nennt solche zum erstenmale 1320 "Jassones fideles nostri". Sigismund in einer Urkunde 1393 "Phi­listei seu Jassones nostri" in einer anderen von 1407 "fideles nostri dilecti universiPhi­listei intra ambitum dicti Regni nostri ubicunque commorantes a divis regibus Hungá­riáé felicium reminiscentiarum, nostrisque scilicet praedecessoribus inter alias ipsorum libertates eis gratiose concessas, et indultas hujus modi immunitatum praerogativas, ut - iidem de eorum personis, mercantii s et rebu s q uibusvi s per climata ejusdem regni nostri proficiscentes ad nullam penitus tributariam solutionem compelli tenerentur, usi et libéré fruiti fuisse asserantur." Der alte Geist der sie durch 3 Jahrhunderte, zu einem grossen Theile, zu Vertre­ter der Bildung u. des Wohlstandes in unserem Lande gemacht hat, ging mit ihrer Be­kehrung allmälig (!) verloren und ist bei ihren Nachkommen im Verlaufe der Jahrhun­derte gäntzlich verschwunden. Eine Erscheinung, die sich übrigens bei den Armeniern u. Griechen unseres Landes, in deren Hände der Handel von jenen übergegangen, wie­derholt: nachdem diese den Juden wieder das Feld überlassen. In einzelnen Gegenden der Theiss ist das Wort szerecse n = saracenu s noch heute mit Kaufmann (Handler Colo­nialwaren) gleichbedeutend, so wie in anderen Gegenden wieder solche görö g - grieche genannt werden. Ihre Wohnungen waren in grossen maassen: (!) L_ im Pesther Comitate. _2 im jet­zigen Jazygien (gantz), dessen Hauptort Jász-Berény in alteren Urkunden Belenszälläs (Beiens Niederlassung) genannt wird. _3 Die Gegend Nyírség genannt, von Debreczen bis Nyíregyháza, in dem Biharer, Szabolcser u. Szathmdrer Comitate. - Zerstreuet werden ihre Niederlassungen in Baranya, Veszprém, Stuhlweissenburg, Raab, Heves, Arad, in Syrmien u. bei Eszek (!) in den Urkunden erwähnt. Von wo sind nun diese Ismaeliten Ungarns gekommen? Ibn Haukal erzählt, dass die Russen 969 Bulgarien an der Volga erobert, die Stadt Bulghar zerstört u. die Bul­gharen vertrieben haben. "C'étaient les Russes qui fournissaient de pelleteries les habi­tants de Bulg[h]ar, avant la destruction de cette ville par les Russes dans l'année 354 (969). A present (!), il ne reste plus ni Boulgares de l'intérieur, ni Bourtasses, ni Kha­zares; car les Russes les ont tous attaqués et leur ont pris leur pays, dont ils sont restés en possession" (Ibn Haukal Leidener Handschrift nach d'Ohsson. S. 144-145.) Nestor erwähnt wohl nur das (!) Bekriegung der Khazaren u. Vaeticsen (964-6) an der Volga, oka u. vaetha; doch entkräftigt sein Schweigen über Bulgarien Ibs Haukal' s Nachricht nicht. Diese Thatsache [nun], die mit der Einwanderung der Ismaeliten in Ungarn (ge­gen 970) zusammenfällt, giebt den erklärenden Grund derselben an. Dass sie von der Volga nach dem entfernten Ungarn gezogen [nah] kann als Folge der Stammverwand­schaft derselben mit den Ungarn, welche auch so viele andere pontische Völker hieher gezogen, seyn. (Hier folgt nun eine lange EntWickelung der Verwandschaft der Bulga­ren u. Ungarn, welche erstere ob sie Hunni, Turecae oder Scythae (von Griechen wie Orientalen) genannt werden, immer unter diesen allgemeinen Bezeichnungen mit den Chazaren Cumanen, Petschenegen, Bascharden u. Ungarn, als Glieder derselben grossen Völker-familie erwähnt werden.)

Next

/
Thumbnails
Contents