May István: Die Briefe von Antal Reguly an A. A. Kunik, 1845–1855 (A MTAK közleményei 25. Budapest, 1990)

Die Briefe Regulys an A. A. Kunik

58 Es fuhrt Nestor an, der unter d. J. 990 die Bulgaren auch Ismaeliten nennt "Bol­gari irhe Ismaelitane glagoljutsa i Sratzini". Auch waren die ungarischen Ismaeliten (nach Jakut's Zeugniss über die ung. Barch-Ghurdi gleich den Bulgaren, Hanefiden. An die Stelle von Nestor "Moshet itti powolsa w. Bolgari i Chwalisi" knüpft er die Entwicklung an, dass der einheimische name der Ismaeliten in Ungarn Kaliz gewesen sey. "Institores (negotiatores) autem regii fisci, quos hungarice Caliz appellant", sagt eine Urkunde des Coloman. Cumanus im 12 e m Jahrh. nennt selbe gleichfalls Chalisii - welcher Name nach Chwalis u. das chwalimskoe more, somit gleichfalls zur Volga führe. - Ferner biete die Erwähnung der Kass ogen u. Jassoge n durch Nestor, bei dem oben erwähnten Zuge der Russen 965, wo sie bis zu selben Völkern siegreich vorge­drungen sind, einen Vereinigungspunkt mit Ibn Haukal's Nachricht über die Verwü­stung Bulgariens durch die Russen 969, dadurch der spätere name der Ismaeliten in Ungarn Jäszo k sey. auch berichtigt es die folgende Stelle in Ibn Foszlan Ubersetzung durch Frähn "von dem Könige der Slaven, dem Blatawar (Vlatavaz) Almus, Sohne Schilki's (Va­sitko's) war ein Schreiben an dem Emir des gläubigen Muhtedir-billah eingegangen" (S. 40) folgender masse. Der Text des oxforter Manuscriptes "Almsch bn schlki bltvar ml k, dt Almusch ben schelki balatvar melik" heisse: Schelki's Sohn Almusch, König von Balatvar . - Und weiter die Stelle "Gott segne den König, den Vlatavaz, den Kö­nig von Bulgarien" - "Gott segne den König, den Vlatanaz, den König von Bulgarien" gelesen werden müsse: nachdem der Text "almelik Balatvar, melik Bulghar, almlk Bltor, mlk Blghar" solchen Sinn habe. - was Balat gewesen sey, das sage uns der Türke Neill (S. Hammar goldene Horde S. 12) "stil Balath nam kalaaja oghrar kiana Bulghar derler" d.h. stil geht nach Balath auch Bulghar genannt. Die Tochter des h. Ladislaus Pirosk a (bei Bonfin P yrisca , bei Turöczi P yrisk) von den Griechen Irene genannt, war die Frau des Johannes Kommenosz, Sohnes des Alexius. Szalay in seiner Geschichte nennt sie schon 1095 die verlobte des Joannes K. Wann sie nach Griechenland geführt worden sey, ist nach den Geschichtsquellen nicht bekannt. Auch Armamus von ihr sprechend in seiner Epitome (S. 9-10. Bonn 1836.) erwähnt dieses factum s nicht. (Nach der Szekler Kronik hat König Ladislaus seine Tochter, durch das Land der Szekler, der Bizantischen Gesandtschaft entgegen geführt, und viele Szekler die sie begleitet haben, reich mit Ländereien beschenkt.) /Bonfin. II. Buch IV, S. 196 u. Turöczi Chron. II. Cap. lib. III. Siehe Schwandtner Script, v. Hung. Bd. I. S. 340./ So eben erhalte ich von Lug ossi , dem Professor u. Bibliothekar aus Debreczin die Antwort. Er sagt: er kann mich und die gelehrten Herren in Russland versichern, dass er nicht nur seit 1845, wo er Bibliothekar ist, sondern seit seiner frühester Jugend, die Bibliothek mit allem ihren Gehalte kenne, und somit versichern könne, dass die Cumanischen Vaterunser, seitdem er die Bibliothek zu besuchen angefangen, [nie] da­selbst nicht vorhanden gewesen seyen.

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