Náday Károly–Sáfrán Györgyi: Történeti kutatások Kufsteinban. Czuczor Gergely rabsága (A MTAK közleményei 14. Budapest, 1984
Képek
143 KLeider und Holz zum Heizen, Licht. "Wozu auch die Apotheke gehört, die ich seit 14 Tagén forwáhrend in Anspruch nehme." Geldhilfe konnte er nur von der Akademie und von seinem Orden erwarten. Inzwischen ging auch das zweite akademische Gesuch von Josef Teleki seinem Weg und scheinbar nicht hoffnungslos; am 2.Janner 1851 hat der Oberste MilitárGerichtshof dies dem Kriegsministerium übergeben: "Da seine Verurteilung in einem früheren Zeitraum geschah, als man strenger geurteilt hat und Genannter 1 Jahr und 11 Monate in Gefangenschaft verbrachte, und von ihm keine weitere Gefahr droht" beantragte man, die Nachsicht des Strafrestes. In seinem Brief von 4. Janner freute sich Czuczor, dass Toldy von seiner Krankheit genesen ist, denn — wie er schrieb — "Dein Leben ist meine Hauptsütze. Auf mein literarisches Wirken Du hast den grössten Einfluss geübt." Zugleich schickte er die vollbrachte Übersetzung des Tacitus Germania und seine etymologischen Feststellungen. Und dann seufzte er auf: "...was hatte ich durch neun Monate leisten können... Wenn die notwendigen 2 Kisten Bücher zur Verfügung gestanden wáren! Gegenwártig kann ich wenig arbeiten, weil mein rechtes Auge entzündet ist." Trotz alldem schickte Czuczor am l.Marz einen sprachwissen schaftlichen Artikel für die Zeitschrift "Uj Magyar Muzeum" und teilte seinem Freund mit, dass Ende Feber sechzehn kaiserliche Offiziere freigelassen worden sind, darunter auch sieben Ungarn. Die Hoffnung glánzte wieder auf. György Csarada schrieb mit Freude am 31.Márz: "Der arme Czuczor wird demnachst frei, man könnte ihn das als Trost unter Verschwiegenheit wissen lassen." Deshalb beantragte Toldy seinen Freund, dass er am 10.Mai auf der Akademie einen Vortrag haltén soll. Czuczor, der wegen seines Gesundheitszustandes mutlos war schrieb: "...im Gegenteil fürchte ich, dass mir die Freiheit entweder zu spat, oder wenig nützend kommen wird. Ich nehme und záhre seit einer Zeit bedeutend ab, kann fast nichts arbeiten; gegenwártig plagt mich auch ein hartnáckige Influenze. Es gibt nichts garstigeres, als einen Frühling in Tirol; taglich Regen oder Schnee" (7.April). Eine angenehme Überraschung war für ihn, dass der neue Festungskommandant Josef Nehiba aus Ungarn stammt, ungarisch spricht und so kann er seinem Freund von nun an in seiner geliebten Muttersprache wissen lassen, dass zwischen den vielversprechenden Nachrichten, wurde er Kufstein's "ungláubiger Thomas". Seinen körperlichen Zustand karakterisierte es mit heimatlichem Humor: ".. .nur Knochen und Haut habe ich, ich falle aus den Kleidern heraus, man könnte mich der Tiefebene als Vogelscheuche gut gebrauchen." Aber sein Humor war dann in Bitterkeit verfallen in dem Brief,den er an den Abt von Pannonhalma in freundschaftlicher Offenheit schrieb. Inzwischen nahte doch die Stunde der Freilassung, Das III. Armeekommando meldete aus Pest an das Kriegsministerium in Wien, dass nach ihren Meinung im Falle, Czuczor's Freilassung eine "polizeiliche Aufsicht" genügend sein werde. Am 18.Mai 1851: "Seine Majestát hat mit allerhöchster Entschliessung die noch restliche Strafe nachgesehen." Für Czuczor alsó hat die Stunde der Freilassung geschlagen. Das ganze Land achtete auf sein Schicksal.Die damals erschienene gedruckte "Verlautbarung" dankte mit erleichtertem Seufzer, der "Gnade" des Kaisers, dass man Czuczor der "nationalen Wissenschaft" zurückgegeben hat.