Náday Károly–Sáfrán Györgyi: Történeti kutatások Kufsteinban. Czuczor Gergely rabsága (A MTAK közleményei 14. Budapest, 1984

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142 freien schattigen Hímmel, oder im Grünen. Sollten mir einmal die Fittige von Banden gelöst werden, so wird meine Lyra auch ertönen. Ein einziges Gedicht hatte ich ja mit befangenem Gemiit, aus unruhiger Seele geschrieben und,., das hab'ich gebüsst." Unter den Gedichten von Czuczor ist doch ein Vers vorhanden, der durch Kufstein inspiriert wurde "Der Gefangene": Ich sitze einsam, ich bleiche Gestalt, Es bewachen mich die Schiesseisen, die Felsenmauern, Ich möchte meinen traurigen Kopf zur Ruhe niederlegen, Aber auf die in Eisen geschlagene Hand, wie soll ich es tun? Ich möchte diesen Arm betend zum Himmel heben, Aber ach, meine Fussfesseln halt mich zuriick. Aus der Welt der Tráume wird durch das Klirren der Schlüssel des Gefángnis­warters zurückgescheucht: Es ist schon Abend, meine Schellen werden geöffnet, Er liess mein Gewand ablegen, Und wieder schliesst er meine Schellen, Und mit frostigem lácheln sagt er gute Nacht. "Gute Nacht" bittere Hohnwörter Die das Herz zerspalten; Nur Gott und der Gefangene selbst wissen es Was für ein Dolchstoss so eine gute Nacht ist. Károly Horváth schreibt in seiner Studie mit Berufung auf Irén Zoltvány, dass Czuczor sich in der ersten Strophe seines Gedichtes "Der Gefangene" an die Be­sucherin, die ihn heimlich im "Neugebáude" besuchende Patriotin Frau Toldy erinnerte, deren Erinnerung in seiner bittérén Gefangenschaft, in der Seele des Dichters sich zu Liebesschwármerei vertiefte. (Irodalomtörténeti Közlemények, 1976.S.338.) Du der so schön und gut bist, wie der Engel vom Himmel, Zu Dir seufzt das Trauerlied des Kerkers. Ferenc Toldy tat alles, was er nur konnte, im Interesse seines Freundes; er schickte Bücher und bemühte sich unermüdlich um seine Befreiung. Im Nachlass sind die Briefe des Beamten György Csarada in Wien — Antworten auf Toldys Ansuchen — in der Sache Czuczor, Seinem erster Brief am 30.August 1850 geschrieben verspricht Csarada, alles zu tun, was ernur kann. Seine Aufgabe war in erster Linie.dass er dai?,Gnadengesuch welches von Josef Teleki am 5. Juni im Namen der Akademie wiederholt eingereicht wurde, im Auge haltén soll. Natürlich hat Czuczor angstlich — mai mit Hoffnung, mai glaubenslos — mit Aufmerksamkeit die Versuche seines Freundes begleitet. Am lö.September 1850 schrieb er ihm: "Es scheint mir, Du behandelst mich wie ein delicater Arzt seinen Patienten" d.h. er schreibt nichts, wenn er mit guten Nachrichten nicht kommen kann. Der gefürchtete Kufsteiner Winter naht, welches Geld beansprucht, warme

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