H. Boros Vilma: Stein Aurél ifjúsága: Hirschler Ignác és Stein Ernő levelezése Stein Aurélról 1866–1891 (A MTAK kiadványai 61. Budapest, 1971)

Függelék

103 das Telegramm nicht genügend motivirt. Und hoffe ich auch, dass die nachste Mltthellung die Erfüllung seiner Erwartungen melden werde, wo lch ihm dann die jugendliche Übereilung gern nachse— hen will, so bleibt es doch immer argerlich, dass er von so reichhaltlgem Orte und in so bedeutender Zeit kaum mehr als die gewohnten Brieíschalseiten zu bieten versteht. Von Czatlau oder Przemys'l, nicht aber aus Ostindlen schrelbt man solche Fel stein; aber in diesem Punkte wird er wohl nie zu kuriren sein. Die Elle im Expatriiren wird ihm von meinen Hausgenossen - wle mich dünkt - in iibertriebener Welse Ubel vermerkt; denn bekommt er die fixe Ernennung, so finde ich den Schritt völlig gerechtfertiget, und nur die Eile Ist es nicht. Bei alledem farge ich aber selbst an, mich im Glauben an seinen guten Stern zu befestigen und die gllickliche Lösung aller Pragen mit elner Art fatallstlscher Hoffnungsseligkeit zu erwarten. Ist er doch "vom Stamme jener Asra" 230, die den Haupttreffer machen, wenn sie sich es elnmal in den Kopf gesetzt habén." . . "Aber du meln Preund, bin ich mit dir etwa zufriedener als mit dem Eroberer Indiens?" . . . • 71 St. E. levele H.I.-hoz, Jaworzno, 1888. jan. 30. ( Ms 1069/43) "Wle vlel dazu die marchenhaften Erfolge Aurels beitragen, wlrst du leicht ermessen können, wiewohl es auch da nicht an Stachel in der noch Immer offenen Wunde fehlt. "Das ist der Lohn deiner Opfer", würde meine gute Mutter gesagt habén, wahrend Papa mich nur mit Tlraden über Aurels "belohnte Tugend" - meines Aintheils an seinem Werden auch nicht mit elnem Worte geden­kend - und mit Finanzplanen betreffs der Capitallsirung von Aurels Einkünften, Insoweit sie nicht das Leben In Indien ver­schlingen wird, beehrt. An dieser Gefühlsharte, oder richtiger Stumpfheit, die ich ja gewohnt bin, liegt mir nicht viel, zumal ja mein Herz in dem Gedanken aufjauchzt, recht bald schon von der Verantwortung betreffs Auréls Berufswahl etc. entlastet zu werden, und nicht bloss hierin, sondern auch in der Anerkennung die mir diesfalls von allén Einsichtigen gezollt wird, volle Befriedigung finden kann. Alléin diejenige, die dies In der mich beglückendsten Welse zum Ausdruck gebracht, die ich nunmehr wie durch einen Zauberschlag slch verjungen gesehen hatte, ist für immer dahin, und dass die Wehmut um sle, wie ich vorher andeutete, nicht einmal eine harmonische sein kann, ist das schmerzlichste dabei. Stockingers Brief folgt anbei retour, und nun heisst es noch eine Woche warten, bis uns aus Lahore Gewissheit über den von Aurél allerdings verwegen genug escomptirten Haupttreffer wird. Wenn er es so weiter macht, wie ich es ja sehnlichst wünsche, so wird das Sonntagskind durch die Welt gegangen sein, ohne auch nur eine Ahnung davon bekommen zu habén, wie es eigent­lich in ihr zugeht. Schade nur, dass wir, d. h. die asthetisch Einseitlgen, im Grundé genommen so wenig von ihm habén, In­dess er doch auf viele anders veranlagte eine weit grössere

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