Zalai Múzeum 11. Kereszténység Pannóniában az első évezredben (Zalaegerszeg, 2002)

Szőnyi, Eszter: Alchristliche Funde im Xántus János Museum Győr

ZALAI MÚZEUM 11 2002 Szőnyi, Eszter Altchristliche Funde im Xántus János Museum, Győr Über altchristliche Andenken in Pannonién sind zwei gröBere Zusammenfassungen erschienen, eine vor nahezu 60, (NAGY 1938. 29-48.) die andere vor fast 20 Jahren. (THOMAS 1982. 255-293.) Noch vor dem Zweiten Weltkrieg erschien von Tibor Nagy die Mono­grafíe über die Geschichte des Christentums in Panno­nién, die sich hauptsáchlich mit der Entstehung christ­licher Gemeinden, mit der Verbreitung der Idéologie und mit theologischen Fragen beschaftigte und sich dabei mehr auf erhalten gebliebene schriftliche Quellén und weniger auf archaologisches Fundmaterial stützte. (NAGY 1939.) Natürlich sind in der Zwischenzeit kleinere Publika­tionen, Fundmitteilungen erschienen, aber eher nur nebensachlich in Verbindung mit der Vorstellung eines Grabfeldes oder einer Fundart (z.B. Kastchenbeschlá­ge). Im Zeitraum des Parteistaates, seien wir ehrlich ­wurde die Erforschung des Themas auch nicht als Man­gel empfunden. Erst nach dem Systemwechsel wurde das Thema Alt­christentum in Pannonién wieder aktuell. und es erschien von Dorottya Gáspár eine kurze, aber sehr gründliche forschungsgeschichtliche Zusammenfas­sung. (GÁSPÁR 1994.) Auch wurden von Endre Tóth zwei zusammenfassende Arbeiten herausgebracht, (TÓTH 1990. 17-33, TÓTH 1994. 241-272.) in denen er sich auf publizierte und selbst freigelegte Funde und auf Grabungsbeobachtungen stützend das Bild des frü­hesten Christentums in unserem Gebiet aufzeichnet. Dieses Bild kann offensichtlicherweise nicht vollstán­dig sein, denn ich bin überzeugt davon, daB sich in den Museen des Landes noch viel unveröffentlichtes oder falsch interpretiertes, übergangenes Fundmaterial ver­birgt, welches das Bild differenzieren könnte, in glük­klichen Fallen die Datierung erleichtern würde. Sehr bald nach der „Freilegung" dieser Materialien würde die Abfassung einer neueren fundmitteilenden Zusammenfassung aktuell, die bis zum heutigen Tagé fehlt. Nach der Vorwegnahme alldessen möchte ich nun die in der Römischen Sammlung des Xántus-János­Museums Győr gehüteten Funde vorstellen, die hin­sichtlich des frühen Christentums in Pannonién Beach­tung verdienen. 1. Öllampe aus Ton. (Abb. 1.) Inventarnummer : 53.237.78., Fundort: unbekannt, wahrscheinlich Győr. Im Inventarbuch des Xántus János Museums ist der Fundort des Gegenstands als unbekannt angegeben, Iványi (IVÁNYI 1935. 105.) gibt als Fundort Győr an, vielleicht aufgrund des damais noch am Gegenstand zu sehenden kleinen Schilds, das infolge der bekanntli­cherweise ungeordneten Situation der Sammlung nach dem Krieg abhanden gekommen sein könnte. Der nahe­re Fundort, die Fundstelle kennen wir leider überhaupt nicht. Der Gegenstand selbst ist vom Тур Iványi XII., einflammiges Öllampe mit abgerundeter Form, hat einen kleinen spitzen Griff, am Rand des Diskus ist rundherum eine Verzierung eingedrückt, die aus Punkt­kreismotiven und dazwischen eingestochenen kleinen Linien besteht. In der Mitte des Diskus befindet sich ein Christusmonogramm, zwischen den Schenkeln des X sind die Öffnungen zum Einfüllen des Öls waagerecht symmetrisch angeordnet. Die Dochtöffnung wurde seit Iványis Publikation beschadigt. Iványi zufolge ist ein Stempel auf der Sohle, in Wirklichkeit aber eine vor dem Brennen eingekratzte Ligatur: kursiv PE, umrahmt von einem mit der Hand eingekratzten unregelmáBigen Kreis. Die MaBe sind : fragmentarische Lange 77 mm, Durchmesser: 64 mm, Diskusdurchmesser: 30 mm, Höhe: 45 mm. Die Lampe wurde aus rot gefárbtem, gelb gebranntem Ton gefertigt. Die Auflösung der sich an dem áuBeren Boden befíndenden Ligatur PE ist nach Alföldi pálma emerita und bedeutet verdienter Sieg (ALFÖLDI, 1932. 1-3.). Unserer Meinung nach weist sie auf jeden Fali auf bewuBtes christliches Bekenntnis seitens des Herstel­lers, eventuell auf Wunsch des Auftraggebers hin. Lász­ló Vanyó (VANYÓ, 1988. 113.) sieht in der Darstellung der Palme den Ausdruck des in die Hoffnung auf Unsterblichkeit gelegten Glaubens. Da der Gegenstand weder aufgrund seiner Ausführung noch aufgrund sei­ner Seltenheit für Importware gehalten werden kann, haltén wir die Ligatur für einen Beweis christlicher Überzeugung Pannoniens. Öllichter von ahnlicher Form und Farbe mit Christo­gramm sind vom Territórium Pannoniens aus Siscia (IVÁNYI 1935. Kat.Num. 988, 993.), Poetovio (IVÁ­NYI 1935. Kat.Num. 991, 992.), Savaria (THOMAS 1982. Abb. 14.), Aquincum (NAGY, 1938. 66., Abb. 31.), Brigetio (IVÁNYI 1935. Kat.Num. 990, 994.) bekannt. Da diese Funde nur sporadisch, gröBtenteils

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