Zalai Múzeum 11. Kereszténység Pannóniában az első évezredben (Zalaegerszeg, 2002)
Tóth, Endre: Lehet-e Scarbantiából Bassianát csinálni?
Lehet-e Scarbantiából Bassianát csinálni? 299 Irodalom: BERG 1985 Berg, H., Bischöfe und Bischofsitze im Ostalpen- und Donauraum vom 4. bis um 8. Jahrhundert, in: Die Bayern und ihre Nachbarn, hrsg. Von H. Wolfram - A. Schwarz, Österreichische Akademie der Wiss., phil.hist. Klasse, Denkschriften Bd. 179, Wien 1985, 612— 108. BHL Bibliotheca Hagiographica latina antiquae et mediae aetatis, Subsidia hagiographica 6, Bruxelles 1900 1901, ML GÁSPÁR 2001 Gáspár D., Egy Dél-pannoniai püspök, Zalai Gyűjtemény 20, 2001, 81 - 89. HAGENEDER 1985 Hageneder, 0.,Die kirchliche Organisation im Zentralalpenraum vom 6. bis 10. Jahrhundert, in: Frümittelalterliche Etnogenese im Alpenraum, hrsg. Von J. Beumann - W. Schroder, Nationes 5, Sigmaringen 1985,2302-235. TÓTH 1974 Tóth E., Vigilius episcopus Scaravaciensis, Acta Arch. Hung. 26, 1974, 269-275., magyarul: Soproni Szemle 31, 0977, 320 - 326. Kann man aus Scarbantía Bassiana machen?' In dieser Studie beschaftige ich mich mit den SchluBfolgerungen in Dorottya Gáspárs Artikel Egy Dél-Pannoniai püspök (Ein südpannonischer Bischof, Zalai Gyüjtmény 20,2001, 81-89), weil ich weder ihrer Untersuchungsmethode noch ihren Feststellungen zustimmen kann. Bei ihrer Untersuchung der Leidensgeschichte des Bischofs Quirinius von Siscia sowie der Vorkommen der geographischen Namen Scarbantía und Bassiana ist die Autorin in den Quellén zu der überraschenden Folgerung gekommen, daB der geographische Name Scarbantia in einigen Quellén sich in Wirklichkeit auf Bassiana bezieht. Nach D. Gáspár war der Sitz des Vigilius episcopus Scaravacensis (571-6) nicht Scarbantia/Sopron, sondern die zur Rechtshoheit der Iustiniana Prima gehörende Bacensis civitas (535: Iustitianus XI. Novelle). Sie begründet ihre Feststellung mit folgender Überlegung: Wenn man vom Wort Scaravacensis das skara- abtrennt, dann ist der Rest, vaciensis, mit dem geographischen Namen Bacensis in der Iustinianus-Novelle identisch. Gáspár halt dies deshalb fiir berechtigt, weil ihrer Meinung nach skara im 6. Jahrhundert schon die selbstândige Bedeutung cuneus, acies gehabt hat. Aber skara ist einerseits ein althochdeutsches Wort (= Schar), andererseits ist mit nichts zu begründen, warum Bischof Vigilius die Benennung seines eigenen Bischofssitzes um das Wort skara, das sinngemâB nicht dazugehört und dazu gehören kann, erweitert habén sollte. Darauf gibt auch D. Gáspár keine Antwort. Andererseits ist der Ortsname Bacensis civitas der Iustinianus-Novelle nach Meinung der Forscher mit dem der südostpannonischen Stadt Bassiana identisch; Bacensis ist ihre spate, ungenau überlieferte Variante. Àhnlicherweise bringt D. G. kein wie auch immer geartetes Argument vor, um zu belegen, warum in der Leidensgeschichte des in Sabaria hingerichteten Sisciane Bischofs Quirinius sich der Name Scarabatensis auf die StraBenstation Bassiana an der Raab beziehen solle und nicht auf Scarbantia (das heutige Sopron). D. G. hat den Versuch der Neuinterpretation eines Abschnittes der Quirinius-Passion unternommen, in dem davon die Rede ist, daB in Scarbantia christliche Frauen den gefangengehaltenen Bischof besuchen. Gáspár bestreitet, daB dieses Geschehnis der Passion in Scarbantia/Sopron stattgefunden hat. Die Textstelle lautet: „ Cumque deductus fuisset beatus Quirinus ad primam Pannoniam, et per singulas civitates vinctus catenis, ad Praesidis Amantii iudicium traheretur, si quidem adripam Danubii ad singulas civitates, Amantio eodem die revertente de civitate Scarabetensi, offertur ei beatus Quirinus Episcopus, quem Praeses ad urbem Sabariensem ad audiendum censuit repedari. Tunc ingredientes ad sanctum Quirinum Episcopum Christianae mulieres, cibam, potumque obtulerunt ei. "