Zalai Múzeum 11. Kereszténység Pannóniában az első évezredben (Zalaegerszeg, 2002)

Dopsch, Heinz: Zwischen Salzburg, Byzanz und Rom. Zur Missionierung Pannoniens im 9. Jahrhundert

288 Heinz, Dops 161 Conversio с 12, 130 Zl. 11-16; von der "Erfindung" der Glagolica durch Konstantin berichten auch die Vita Constantini с 14, die Vita cum translatione s. Clementis с 7 und die Vita Methodii с. 5, MMFH II, 100, 128 und 145; BUJNOCH, Rom, 67 und 89; Da in der Conversio nur Method als Gegner der Salzburger Missionare erscheint, werden ihm nicht nur die Leistungen Konstan­tins wie die Erfindung der Glagolica, sondern auch der Ehrentitel „Philosoph", den sonst nur Konstantin fiihrte, zugeschrieben: Conversio с 14, 134 Zl. 11. 162 Wáhrend die Vita Methodii с 5 und 6 einfach von einer „Rückkehr" spricht und darauf die Einladung durch Papst Nikolaus nach Rom folgen lâsst, die auch in der Vita cum translatione s. Clementis, с 8, als einziger Grund genannt wird, berichtet die Vita Constantini с 15 und 16, dass Konstantin seine Schüler weihen lassen wollte und dann an einer Disputation über die slawische Kirchensprache teilnahm (MMFH II, 105, 129 und 145 f.; BUJNOCH, Rom,70 f. und 89); Daraus hat DVOR­NIK, Byzantine Missions, 128 ff., den Schluss gezogen, dass die Brüder nach Vénedig reisen wollten, um sich nach Byzanz einzuschiffen. Dort wollten sie von Kaiser Michael III. und dem Patriarchen Photios die Erlaubnis zur Errichtung einer Kirchenorganisation in Mâhren mit einem Erzbischof an der Spitze einholen. Durch den Auf­enthalt im pannonischen Fiirstentum Chozils trafen sie aber zu spat fur die Schiffsreise in Vénedig ein und mus­sten dort überwintern. Wâhrend dieses Aufenthalts kam es zur Disputation über die slawische Kirchensprache und zur Einladung nach Rom durch Papst Nikolaus I. 163 BM2 1450e, 1456°, 1458a und 1459a; DÜMMLER, Ernst: Geschichte des Ostfrânkischen Reiches, Bd. 2 (Jahrbücher der Deutschen Geschichte 7/2), Berlin 21887, 119 f.; BOWLUS, Charles R.: Die militarische Organisation des karolingischen Südostens (791-907), in: Frühmittelalterliche Studien 31 (1997) 57-61; WOL­FRAM, Grenzen, 162 f. und 251-254; DOPSCH, Arnolf, 148 f. 164 Annales Fuldenses zu 870, 70; Wolfram, Grenzen, 254 f. 165 DOPSCH, Slawenmission, 320 ff.; WOLFRAM, Gren­zen, 253 f. 166 Dieser Interpretation von DVORNIK, Byzantine Mis­sions, 131 f. ist der Vorzug zu gebén gegenüber GRI­VEC, Konstantin, 72 f., der annimmt, Konstantin und Method wollten von Mâhren direkt nach Rom gehen, um die Erlaubnis zur Errichtung einer eigenstandigen Kir­chenorganisation in Mâhren beim Papst und nicht beim Patriarchen von Konstantinopel einzuholen. Tatsâchlich lassen sich vor der Einladung durch Papst Nikolaus, wel­che die Brüder erst in Vénedig erhielten, keine Kontakté der Slawenlehrer zum Papst feststellen. 167 Vita Constantini с 16 und 17; Vita Methodii с 6; MMFH II, 105-111 und 146; BUJNOCH, Rom, 71-76 und 89; DVORNIK, Byzantine Missions, 141 f; DOPSCH, Sla­wenmission, 320 f; WOLFRAM, Grenzen, 261 f. 168 DOPSCH, Heinz: Virgil von Salzburg (f 784), in: Fest­schrift St. Virgil in Rattenberg, Rattenberg 1984, 20; WOLFRAM, Grenzen, 113 f; DERSELBE, Salzburg, 253 f. Eine Analogie besteht auch in der Bewertung: Vir­gil wird in den Salzburger Quellén als vir sapiens et bene doctus bezeichnet. Method in der Conversio с 14, 143 Zl. 11, als "Philosoph". 169 Vita Constantini с 15; Vita Methodii с 8; MMFH II, 105 und 147 f; BUJNOCH, Rom, 70 und 92; DOPSCH, Sla­wenmission, 329 f. mit Anm. Ill; WOLFRAM, Gren­zen, 26 ,7 ° Conversio с 13, 132 Zl. 1 f; vgl. dazu Anm. 152.2 f. 171 MGH DLD 102 = Salzburger UB II, 38 ff. Nr. 21. 172 Zur Identifizierung dieser Besitzungen vgl. MORO, Got­bert, Zur Schenkung König Ludwigs des Deutschen an das Erzstift Salzburg im Jahre 860, in: Carinthia I 129 (1939) 18-40; WAGNER, Hans (Bearb.): Urkundenbuch des Burgenlandes Bd. 1, Köln/Graz 1955, 6 Nr. 10; KOLLER, Heinrich: Der östliche Salzburger Besitz im Jahre 860, in: Burgenlândische Heimatblâtter 22 (1960) 89-106; POSCH, Fritz: Zur Lokalisierung des in der Urkunde von 860 genannten Salzburger Besitzes, in: MGSL 101 (1961) 243-260; DOPSCH, Karolinger, 179­183 (mit kartographischer Darstellung und der gesamten âlteren Literatur in Anm. 181); die GröBenangaben zu einzelnen Schenkungsgütern finden sich im gefalschten Arnolfinum des Jahres 890: MGH DA 184 = Salzburger UB II, 56 ff. Nr. 34. 1 73 Vita Constantini с 15, MMFH II, 105; BUJNOCH, Rom. 70 f. 174 Vita Methodii с 4-7, MMFH II, 142-147; BUJNOCH, Rom, 87-90; Der Autor der Vita betont, dass Method „wie ein Knecht seinem jüngeren Brúder diente, indem er sich ihm unterordnete*'; An anderer Stelle bemerkt er von Method: „Dieser begann wiederum in Gehorsam sich unterzuordnen, dem Philosophen zu dienen und mit ihm zu lehren". Zur Bedeutung des Wortes philosophus, das in den Viten Konstantins und Methods alléin dem jüngeren Konstantin als ehrender Beiname vorbehalten ist, in der Conversio с 14, 134 Zl. 11 aber fur Method verwendet wird und dort negativ besetzt ist, vgl. LOSEK, Conversio, 45 ff.; BERNHARD, Ludger: Die Rechtglâu­bigkeit der Slawenmissionare aus römischer Sicht, in: Salzburg und die Slawenmission, 27 ff. 175 Conversio с 13, 130 Zl. 11-15. 176 Zu den "Freisinger Denkmâlern" vgl. Anm. 81; Eine wei­tere Edition hat BRUNNER, R. J.: Die Freisinger Denk­mâler - Bri inski spomeniki. Clm 6426 der Bayerischen Staatsbibliothek, in: Historische Sprachforschung 110 (1997) 292-307, vorgelegt. Die Angaben der Conversio с 12, 134 Zl. 11-16, sind einerseits so zu verstehen, dass sich Method nicht an die authentische (vorgeschriebene) lateinische Schrift im Sinne der drei liturgischen Spra­chen hielt, andererseits die Glagolica der adaptierten lateinischen Schrift der Freisinger Denkmaler, wie sie bis dahin von den Salzburger Missionaren verwendet wurde, rasch den Rang ablief 177 Zur slawischen Liturgie, deren Verwendung Papst Johan­nes VIII. in der Bulle „Industriae tuae" 880 nochmals

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