Kovács Zsuzsa: Göcsejer Dorfmuseum. Austellungsleiter (Zalaegerszeg, 2008)

der Grenzlinie des heutigen Komitats lief damals - im Mittelalter die Grenzen des Landes verteidigende Gebietszone von 30 - 40 Km - an der die sich zur Bewahrung der Grenzen hinaus geordneten Völker niederlassen konnten. Spätestens erfolgte die Ansiedlung im nördlichen und mittleren Teile vom heutigen Göcsej, d.h. in der Gegend der „Weiler." Hier begann die Ansiedlung der Leibeigenen, der Völker vom Stephan dem Heiligen gegründeter Burggespanschaft erst Ende des 10. Jahr­hunderts. Die meisten von ihnen haben einen Soldatendienst geleistet. Als Lohn für ihre Dienste haben sie Grundbesitze und adelige Privilegien bekommen. Die heutigen Bewohner von Göcsej sind die Spätnachfolger der damaligen Grenzwäch­tervölker und Burgleibeigenen. Jahrhunderte hindurch, sei es als Leibeigene oder Besitzer von adeligen Titeln, haben sie eine Lebensweise als Bauer geführt. Göcsejer Landschaft aus Dobronhegy Tägliches Leben Auf einem der Gebiete des Landes mit meistern Niederschlag haben der häufi­ge Regen, die dicke, fast undurchdringliche Flora, die gewaltigen Wälder nicht ermöglicht, daß Großgrundbesitze zustande kommen. Die hier lebenden Menschen haben ein kleineres Ausrottungsgebiet bewirtschaftet, sie haben sich vor allem mit Viehzucht beschäftigt. Der Pflanzenbau in der Tonerde war von geringerem Maß, dem täglichen Bedarf knapp genügend. Die Weizen, Gersten, Hafer und Roggen konnten ja nur durch harte Arbeit angebaut werden. Die Straßen wurden von dem Regen von Zeit zu Zeit aufgeweicht, die deshalb entweder in Lehm standen oder

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