Kovács Zsuzsa: Göcsejer Dorfmuseum. Austellungsleiter (Zalaegerszeg, 2008)

Lebensbild aus Csesztreg aus den 1930-er Jahren mit Hügelchen aus Lehm bedeckt wurden, wo die Fuhrwerke nur schwer oder gar nicht fahren konnten. Einigen Erklärungen nach wurde Göcsej nach den Straßen mit Knoten, Schollen benannt. Was diese Frage betrifft, sind die Forscher einander nicht einig, fest steht aber, daß sich die Gegend wegen der schlechten Straßen, der oft undurchdringlichen Natur lange Zeit isoliert entwickeln konnte. Das hier lebende Volk lebte außer Pflanzenbau und Viehzucht aus den Wäldern. Unten um die Bäume gab es eine Menge von Pilzen, in den Wäldern lebten viele Wildtiere, die Eichel war das billigste Futter der am Haus gehaltenen Schweine. Die Wälder lieferten das Holz, das Baumaterial der Wohnhäuser und Wirtschaftsge­bäude der im Göcsej lebenden Menschen und das Grundmaterial der meisten ihrer Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge. Das Holz und dessen Bearbeitung bedeu­tete für die hier lebenden Menschen nicht nur eine harte Arbeit, sondern auch viel Spaß, alle haben davon verstanden und machten das gerne. In den winzigen, von­einander weit liegenden Dörfern haben die Familien ihre Häuser aus Holz selbst gebaut. An dem Bau haben alle Verwandten teilgenommen, die Männer haben das zum Bau nötige Holz im Wald zusammen ausgewählt. Gemeinsame Arbeit war auch die Bearbeitung, Schnitzen und Verzierung des Bauholzes. Bei dem Beenden des Hausbaues waren die Helfer bei den Familien zu Gast, als sich die Familien für die Arbeit der an der Arbeit teilnehmenden Gesellschaften bedankt haben. Bei sol­chen Anlässen konnten die wohlhabenden Familien sogar ein Schwein schlachten, um ihren Arbeitern in gehöriger Weise für die Arbeit zu danken.

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