Kovács Zsuzsa: Göcsejer Dorfmuseum. Austellungsleiter (Zalaegerszeg, 2008)

Neben der Küche ist die größere Werkzeugkammer der Familie zu finden, wo man außer einigen Kisten für Mehl und Klamotten, am meisten im Haushalt und um das Haus benutzte Arbeitsgeräte gelagert hat. Wenn man im 19. Jahrhundert die Kammer der in einem Blockbau- Haus lebenden Familie besucht hätte, hätte man eine große Unordnung gesehen, denn hier stapeln sich alle Werkzeuge und auch je­der Kram auf. In der Kammer werden die Gegenstände trotz der Unordnung prak­tisch gelagert. Es war wichtig, die oft verwendeten Werkzeu­ge im vorderen Teil der Kammer zur Hand zu haben und die nicht gebrauchten Gegenstände hinten zu platzieren. Die Geräte zur Weberei sind hinten in der Kammer des Hauses aus Kálócfa zu finden. Die verschiedenen Spinnräder, dann in der Mitte das an den Balkon befestigte Gerät, auf dem der Faden aufgewickelt wird, bevor er auf den Webstuhl kommt. Die Gefäße zur Aufbewahrung wurden ebenfalls hinten platziert, damit sie die Bewegung an der Wand nicht stören. Vorne, dem Licht nah steht der Stuhl zur Schnitzerei, auf dem die Männer oft geschnitzt haben. Hier steht auch der Mörser, dessen Bewegung sehr schwer ist, er wurde ja aus Holz angefertigt, so ist es praktischer, wenn er auf seinem Platz gebraucht werden kann. Neben der Tür, an einer in den Balken geschlagenen Nagel hängt ein ohne Bedeutung vor­kommender aber um so wichtigerer Gebrauchsgegenstand, die Kopfbedeckung.

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