Kralovánszky Alán – Palágyi Sylvia szerk.: A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 13. – Történelem (Veszprém, 1978)

PÁKAY ZSOLT: A veszprémi püspökség uradalmainak összeírása 1802-ből

MÉRTÉKEK Mérő = 62,53 liter. Icce = 0,8484 liter. Akó = 54,30 liter. Meszely = 1,4147 liter, öl = 6 láb = 1,896484 méter. Mérő = általában fél öl. A mérőt használták a gabona, vagy más termény súlyegységeként. Mint terület­mérték, akkora szántóföld, amelybe egy mérő magot vetettek el. A terület nagy­sága azonban változott aszerint, hogy a szántóföldet kettős, vagy hármas vetésfor­góval használták-e. A rosszabb minőségű föld így nagyobb terület, mint a jobb mi­nőségű. A földet első, másod, vagy harmadosztályúnak vették. A föld nagyságánál tehát a bevetett maghoz viszonyítva a termés nagysága számított. Kaszás rét: akkora terület, amelyet egy ember egy nap alatt le tudott kaszálni. A terület nagysága itt is változott. Egy szekér szénát termő rét: akkora terület, amely évente egy szekér szénát terem. A területe aszerint változott, hogy lehetett-e rajta sarjút kaszálni. Egy kapás szőlő területe: amennyit egy ember egy nap alatt meg tudott kapálni. Nagysága a föld minőségétől függött. A hold területe: az erdőnél szintén változott, ez az erdő minőségétől, a levágható fa mennyiségétől függött. DIE ZUSAMMENSCHREIBUNG DER HERRSCHAFTGÜTER VOM VESZPREMER EPISCOPAT AUS DEM JAHR 1802 Kirche und Bistum von Veszprém wurden um 1000 von István I. gegründet. Die Kirche umfasste die Gegend von Veszprém, Fejér, Visegrád, Kolon, den königlichen Besitz in Pilis, die Güter des Stammes von Vénbulcsu, das spätere Ko­mitat Somogy. Die Güter erhielt als Gabe die dem Erzengel St. Michael gewidmete Kathedrale. Zu dieser Zeit waren Bistum und Domkapitel noch nicht getrennt: die Dompröpste waren Diener und Helfer der Kirche, des Bischofs. Ihre Ein­künfte bezogen sie vom Bischof. Die Gründungsurkunde nennt nur einige Burgen und 7 Dörfer, doch der Besitz der Kirche nahm durch königliche Stiftung, Ankauf und Vegütung, Tausch oder Privatstiftung ständig zu. Güter wurden gestiftet von István I., László I., Endre II., Béla IV., Lajos I. Letzterer erlaubte gleichzeitig, dass die Kirche ebenfalls Güter kaufte. 1430 wurde es durch König Zsigmond ermöglicht, dass auch Adelige ihren Grund­besitz der Kirche schenkten. Das taten auch die Königinnen Gizella, Erzsébet, Adelhaid. Auf diese Weise erwarb die Kirche im Mittelalter zahlreiche neue Landgüter. Über den Grundbesitz informiert eine aus 1081 datierte, aber später ausgestellte Urkunde von László I. Bereits im 13. Jahrhundert dürfte der bischöfliche Land­besitz von dem des Domkapitels getrennt worden sein, denn 1217 wurde Ábrahám durch Endre II. dem Domkapitel geschenkt, dieses war also bereits selbständig. Nach der Schlacht bei Mohács wurden die Güter des Bistums zum Teü durch die Türken, zum Teil durch unga­rische weltliche Herren besetzt. Manche Teile dienten der Er­haltung von Veszprém, Palota, Csesznek, Tihany und Somogyvár. Nach der Eroberung der Burg von Veszprém im Jahre 1552 war die Zerstörung vollständig. Nach kurzem Kampf musste auch die Burg Vázsony unterliegen. Die Um­gebung von Veszprém wurde türkischer Besitz, 1554 standen die Türken bereits vor Tihany. Der Bischof floh nach Sümeg, die Domherren nach Oberungarn (Felvidék), in eine besser geschützte Gegend des Landes. Das Gebiet am Balaton war zur Zeit der Türkenherrschaft ein Grenzgebiet, das in zwei Richtungen Steuer zahlen musste: an den Sultanen, den türkischen Grundbesitzer, dem ungarischen König die Hälfte der Kriegssteuer. Ausserdem mussten die Leibeigenen sowohl für die ungarischen Grund­herren, den Burgkapitän als auch für die Türken Fronarbeit leisten. Die Dörfer wurden zum Kriegsschauplatz, die im stän­246 digen Kampf vernichtet wurden, die Bevölkerung siedelte entweder auf friedlichere Gegenden um, oder sie getötet, viele von den Türken als Sklaven verkauft. Nach dem Frieden von Zsitvatorok 1606 folgten 40 Jahre einer relativ friedlichen Periode. Ein Teü der vernichteten Dörfer wurde neu besiedelt, oder der Rest der Bevölkerung mehrerer Dörfer siedelte in einem der Dörfer an. Zu dieser Zeit, 1628, erwarb der Bischof István Sennyei die verpfände­ten Güter des Bistums und des Domkapitels um 10 000 Fo­rint zurück. Der grösste Teü der Güter befand sich in den Händen des Kapitäns Mihály Zichi in Győr. Im Sinne des Vertrags vom 30. Dezember 1629 ging auch die Stadt Veszp­rém an den Bischof zurück. Der grösste Teü der zurückerwor­benen Dörfer war verödet oder von nur wenigen Leibeigenen bewohnt, so dass das Einkommen vom Landgut so gut wien nichts war. Bischof und Dompropst einigten sich daher, die beiden Güter gemeinsam zu verwalten, solange die 10 000 Forint Schulden an die Schatzkammer nicht zurückgezahlt sind. Der grösste Teü des Grundbesitzes wurde vom Bischof und dem Dompropst auch weiterhin verpachtet. Die Bewohner der einzelnen Dörfer nutzten die Lage dazu, für sich Privile­gien zu erwerben. Sie wurden zu Militärdörfern und genossen aufgrund ihrer Privilegien Robotfreiheit, so z.B. die Stadt Tapolca, deren Privilegien Márton Biró selbst bekräftigte (1752). Abermals wurden die Güter des Bistums durch die Türken und im Laufe des Feldzugs 1681 sowie auch später noch durch die Befreiungsarmee verheert. Ein Teü der erhal­tenen Dörfer wurde wieder ruiniert, die Leibeigenen ergriffen die Flucht. Die Neubelebung, die Besiedlung der verödeten oder ver­nichteten Dörfer, die Meierwirtschaft begann erst um die Mitte des 18. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit erfolgte auch erst die Trennung des bischöflichen Guts von dem des Kapitels, denn bis dahin war es dem Bischof trotz jahrzehntelangem Kampf nicht gelungen, seinem Recht auf seine alten Güter Geltung zu verschaffen. Die Prozesse wurden gegen Kapitel und weltliche Grundbesitzer geführt. Insbesondere das Leben von Márton Padányi Bíró war ein ständiger Kampf für die Rechte der bischöflichen Güter. Den heftigsten Kampf musste er gerade gegen seine eigenen Domherren führen. Von ihm wurden die zerstörten Dörfer neu besiedelt. Nach langem Kampf wurde durch ihn auch die Frage des Frondienstes der

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