A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 11. (Veszprém, 1972)
Müller Róbert: A pötrétei későbronzkori kincslelet
26 I. m. 32. 59. á. 26 Müller—Karpe, H. i. m. 112. és 129/22. töredékes, a szerző szerint Velemszentvid felé mutat. Miske K. i. m. XXXVI. t. 60. törekédes. 27 Holste, F. i. m. 12/19—19a. 28 Hampel J. Compte-rendu CXXV/48. 29 pl. Lindenschmidt, L.: Die Altertümer unserer heidnischen Vorzeit II. Mainz 1870. 11. füzet I. t. 4. ; — Reinecke, P. : Grabfunde vom Ende der reinen Bronzezeit aus Süddeutschland. Die Altertümer... V. Mainz 1911. 206. és 38. t. 627.; — Âberg, N. i. m. 74. 140. á.; — Karpe—Müller, H. i. m. 180. t. A5. 30 I. m. 144. 31 Beltz, R.: Bronze und hallstattzeitliche Fibeln. Zeitschrift für Ethnologie, 1913. 682—683. 32 Pl. Bakonybélről, Patek E. i. m. LX. t. 2. 33 Aberg, N. i. m. 58. 101—102. á. és 63. 114. á.; — Richthofen, В.: Bronzezeitliche und früheisenzeitliche illyrische Brandgräber aus Zagreb—Horváti. Serta Hoffilleriana. Zagreb. 1940. 46. 13. á. ; — Patek E. i. m. XLII. t. 10.; — Hampel J.: Bronzkor XLI/1—3. 34 Отчетъ императорской археологической коммиссии за 1891.118.104. Im September 1967 wurde zwischen den Dörfern Zalaszentmihály und Pötréte, etwa 25 Kilometer in westlicher Richtung vom Balaton entfernt, während des Torfstechens ein Bronzeschatz gefunden. (1.) Der Autor führte am Fundort Notgrabungen durch. Der beinahe vollständige Schatzfund bestand aus 250 Bernsteinperlen und 247 verschiedenen Bronzegegenständen. Die wichtigeren Typen sind folgende Gegenstände: Eine aus 250 geschliffenen Bernsteinperlen bestehende Kette (3.); Bronzescheibe, verfertigt am Rammbock und aus Hammerblech, mit zwei konzentrischen Kreisen verziert (4/1 und 5/1) ; Bronzescheibe, verfertigt aus Hammerblech und am Rammbock und mit Keilmuster, mit konzentrischen Kreisen und Kreischen (6/1 und 7/1); Bronzescheibe, gegossen, ursprünglich spitzig, beim Guß mit drei umlaufenden, sich kaum abhebenden Rippen verziert (4/2 und (5/2); Bronzescheibe, spitzig, kegelförmig, gegossen und mit Punzierung verziert (6/2 und 7/2), alle Scheiben sind mit einer an die innere Seite der Scheibe gelöteten Öse anzubringen; Brustschmuck, stark abgewetzt, mit spiralig eingerollten Enden und gewellter Oberfläche, durch Platten verstärkt, mit vier Kettenfragmenten (4/3 und 5/3); Lorbeerblattförmige Anhänger, gegossen, ihr Rand ist durch Punzierung verziert (5/3) ; Ketten, Bruchstücke aus Blechstücken verfertigter, sogenannter Rasselketten (6/3—4, 7/3—6 und 8/10); Weidenblattförmige Anhänger, gegossen, mit Öse anzubringen, 4 stark abgewetzte und 2 neue Exemplare (8/4—9); Brillenförmige Anhänger, aus Draht gebogen und mit einer Nadel anzubringen (9/1—2 und 10/1—2); Knöpfe, am Rammbock aufgetrieben, mit je zwei Löchner zum Annähen (11—12); Knöpfe, sie sind größer als die obrigen und durch ein Loch mit breitköpfiger Nadel anzubringen (9/3—11 und 10/3 -П); Knopf, mit einer in einem gegossenen Öse anzubringen (9/8 und 10/8); 35 Lindenschmidt, L. i. m. II. 11. füzet II. t. 7. ; — Kimmig, W. : Die urnenfelder Kultur in Baden. RGF 14 (1940) 19. t. C2., 26. térkép és 206—207. a típus elterjedésével. Szerinte a Közép-Duna-medencéből származik, i. m. 114—116. 36 Reinecke, P.: Kleinfunde. .. 233. 43. t. 728. 37 Aberg, N. i. m. 56—57. 99—100. à.; — Hampel J.: Bronzkor... XL. es XLI/4. 38 Lindenschmidt, L. i. m. 11. füzet 1. 1. 3. és szövegrész. 39 Eibner, С: Urnenfelderzeitliche Brandgräber aus Michelhausen, p .B. Tulln, NÖ. Arch. Aust. 33 (1963) 14. 3. á. 9a—9b. 40 Kemenczei T. i. m. 159. 41 Hampel J. Arch. Ért. 15 (1895) 102. és 106. 42 Vorgeschichte der deutschen Stämme I. Szerk.: Reinerth, H. Leipzig 1940. 24. 6. á. 1. (Piesker, H. nyomán) 43 PI. Merhart, G.: Über blecherne Zierbuckel (Falern). JRGZ 3 (1956) 28. a 7—20 cm átmérőjű korongokat falerának nevezi. 44 Truhelka, С. i. m. WMBH IX. XL. t. Tutuli, 8 regelmäßige und 3 unregelmäßige (9/12—22); Spiralperlen, verschiedene Bruchstücke (10/12); Rechteckige Bronzeziere, aus dünner Platte ausgeschnittene Rohmben, sie sind durch Einbiegung ihrer spitzigen Enden anzubringen (9/23 und (10/13). Die Untersuchung mit stereoskopischem beidäugigem Präparationsmikroskop hat eindeutig bewiesen, daß die punzierte Scheibe und die punzierten blattförmigen Anhänger in einer Werkstatt verfertigt wurden. Als der Brustschmuck in die Erde kam, hingen diese Blätter an den Ketten. (Rekonstruktion: 13). Der Brustschmuck ist aber älter und es ist auf Grund der Abwetzungsstellen festzustellen, daß er ursprünglich mit die kleineren Blättern behängt war. Der Meinung des Verfassers nach machen die datierbaren Gegenstände wahrscheinlich, daß die Schmuckstücke in der D-Periode der Bronzezeit und der AI-Periode der Hallstattzeit verfertigt wurden und sie jemand am Ende des frühen Abschnittes der Urnen felderkultur (HAI) verlor. Die Bodenproben, die am Fundort genommen wurden, beweisen, daß das betreffende Gebiet damals unter Wasser stand. Es ist also anzunehmen, daß die Funde nicht verborgen, sondern verloren wurden. Außer der Bernsteinkette sind alle Gegenstände Schmucksachen, die an Kleider befestigt werden können. Die nicht abgeglichenen Nadeln der größeren Knöpfe, die eingebogenen Enden der rechteckigen Zierscheiben und Nähspuren an dem brillenförmigen Anhänger sprechen dafür, daß die Funde mit dem Kleid zusammen ins Wasser gerieten. Das Kleid durfte aus zwei Teilen bestehen, aus einem dikkeren, filzartigen äußeren Kleid — dies war wahrscheinlich mit Knöpfen und den brillenförmigen Anhängern verziert — und aus einem dünneren, inneren Kleid, an das die übrigen Schmuckstücke befestigt waren. Der Schatz von Pötréte ist also kein Depotfund, sondern er enthält die Schmuckstücke eines vermutlichen Frauenkleides, das seine Besitzerin beim Überqueren des Baches Széviz am Ende der HAI-Periode, vielleicht im Zusammenhang mit den Völkerbewegungen verloren haben durfte. Robert Müller Der spätbronzezeitliche Schatzfund von Pötréte 72