Tudomány és művészet Veszprémben a 13-15. században (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 6. 1996)
Ritoókné Szalay Ágnes: Humanista veszprémi főpapok
Ágnes Szalay, Ritoókné HUMANISTISCHE VESZPRÉMER OBERPRIESTER Die Bischofsitze haben in Ungarn im letzten Drittel des 15-ten Jahrhunderts mit ihrer Bautätigkeit im Renaissanzestil zugleich auch dem Humanismus freies Feld geschaffen. In Veszprém fiel diese Epoche auf die Zeit, als Vetési Albert und Vitéz János der Jüngere Bischöfe waren. Auch über die Bautätigkeit und Mäzenatentum des Bischofs Vetési blieben uns Andenken erhalten. Daß er auch die neuen Bildungsideen patronierte, beweist, daß er seinen Neffen nach Ferrara, in das Zentrum der humanistischen Bildung zu studieren schickte. Sein Ideal war Janus Pannonius, Diplomat des königliches Hofes und zugleich berühmter Dichterpriester. Derjunge Vetési László beschenkte mit seinem Gedichtsband sowohl den ihn patronierenden Erzbischof von Esztergom Vitéz János, als auch Janus Pannonius. Schon als Veszprémer Großpropst war er mit seinem Onkel, dem Bischof Albert in Rom als offizieller Orator des König Matthias. Seiner glänzenden Laufbahn nahm der frühe Tod ein Ende. Sein Nachfolger als Großpropst war Ladislaus Bozkovicz, einer der beliebten mährischen Anhänger des Königs. Auch er studierte in Italien. Sein Meister warder lange in Ungarn weilende GaleottoMarzio. Zur Zeit seines Veszprémer Aufenthaltes kam es zur Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Gegner der Humanstudien, dem dominikanischen Theologen Petrus Nigri. Schon am Ende des Jahrhunderts war der Bischofshof von Vitéz János ein humanistischer Hof, wo man ausser der Autoren der Antike, auch schon die Werke von Zeitgenossen, so z.B. die von Janus Pannonius gelesen hat. Nach italienischem Beispiel versammelten sich die Mitglieder der Gesellschaft, die ähnliches Literaturinteresse hatten, um einen schön gestalteten Brunnen (wahrscheinlich wares der "Komakút"). Vitéz János der Jüngere hat diesen Gebrauch aus Rom, aus dem Zirkel Pomponio Ieto mitgebracht. Aus Veszprém verbreitete er sich dann auch in Wien, wo Vitéz János der erste Vorsitzende von Sodalitas Danubiana war. 98