Veszprém kora középkori emlékei (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 5. 1994)

Sipos Enikő: Művesség és tudomány: Szent István miseruhájának készítée

Der erste Schritt der Gestaltung war die Markierung dieses Abschnitts. Verdoppelt erhielt man den Durchmesser des Halbkreises, dessen Maß ei­nen Klafter betrug. Ein Klafter =10 Fuß, was metrisch ausgedrückt 310 cm beträgt. Dies entspricht dem Durchmesser des Mantels. Falls man die Seite des Quadrats, bzw. den Modul halbiert, bekommt man einen Quadratpaar, wo ein Quadrat halb so klein als der Vorangehen­de ist. Den Vorgang öffters wiederholend bekommt man schließlich an be­iden Seiten der Mittellinie je fünf Quadratpaare, wo die Quadrate immer um die Hälfte kleiner als die Vorangehenden sind, samt den dazugehören­den und darin gezeichneten konzentrischen Kreisbogen. Die sich durch das Halbierungsystem ergebenden Quadrate und die dazu gehöernden Kreisbogen bestimmen den Platz und die Ausmaßen der Man­dorlen, Teilungsstreifen und Medaillons. Zur Bestätigung unserer Theorie haben wir die Gestaltung auf einem Milimeterpapier rekonstruiert, wo die Maßen in proportioneller Verkleine­rung direkt abzulesen sind. Danach haben wir die Länge, die Breite und die Höhe der Mandorlen, Rahmenstreifen und Medaillons abgemessen. Das Resultat, das wir nach dem Vergleichen der erhaltenen Maßen bekom­men haben, zeigte, daß die Maßen der entworfenen Zeichnung und des ori­ginalen Gegenstands mit einer Differenz von ±0,5-1 cm gleich sind. Die Differenz ergibt sich teils daraus, daß es sich um einen Textilstoff handelt, d.h. man mußte mit der Ausdehnung des Stoffes und mit den De­formierungen durch die mehrmaligen Verbesserungen rechnen. Man darf aber auch nicht vergessen, daß es sich hier nicht um einen geometrischen Entwurf von hoher Genauigkeit handelt, sondern um die Anwendung einer einfachen Methode, wobei man bloß einen Zirkel und ein Lineal verwen­det hatte. Zum Schiß haben wir auf dem letzten Bild den Vergleich des jetzigen Zustands und der gestalten Mantelform durchgeführt. Aufgrund dessen be­kamen wir genaue Informationen über die fehlenden und deformierten Tei­le und über gewisse technologische Verfahren der Künstler zur Zeit der Herrschaft István I. 48

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