Gizella és kora (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 4. 1993)

Praznovszky, Mihály: Königin Gizella in den ungarischen historischen Dramen

und hier sind noch die Namen von Harsányi Lajos, Nagykéry Mária, Rin­gelhann Béláné, Ruzsinszky Irén zu erwähnen. Die letzte schrieb ein Mu­sikstück über den Prinzen Imre, in dem der Schauplatz des zweiten Auf­zugs Veszprém war. In Veszprém ist übrigens der Name von Váth János gut bekannt, der ein allegorisches Gedicht über die Szent György-(H1. Ge­org) Kapelle zum Millenium schrieb. Am 5-ten Dezember 1933 wurde in dem Nationaltheater das zweifellos beste und auch heute noch gespielte Ist­ván-Drama von Sík Sándor aufgeführt. (Im Jahre 1988 hat man das Stück in Veszprém bei der Eröffnung des rekonstruierten Petőfi-Theaters gespielt und am 20-ten August 1992 wurde es auch im Fernsehn zum Anlaß unseres Nationaltages gesendet). Pintér Jenő schrieb darüber folgendes: „bisher hat Sík Sándor mit den besten dramatischen Mitteln das tragische Schauspiel­Problem im Zusammenhang mit der Persönlichkeit des Königs István ge­löst". Diese Feststellung kann bis heute als gültig betrachtet werden. Die letz­ten Jahrzehnte waren für die István-Dramen nicht eben beförderlich und auch die geschriebenen Werke erreichten oft nicht die Kriterien, aufgrund deren sie würdig gewesen wären, sie aufzuführen. Im Jahre 1975 wurde das historische Stück von Szabó Magda: „Az a szép, fényes nap (Jener glorreiche, schöne Tag)" aufgeführt. 1982 erschien das Buch von Boldizsár Miklós: „Ezredforduló (Millenium)"; laut des Verfassers ist es eine Oper in Prosa in zwei Teilen. Die Serie brach mit dem Drama von Ratkó József: „Segítsd a királyt! (Unterstütze den Kö­nig!)" im Jahre 1984 ab. Aus dem obengesagten kann man entnehmen, aber auch darauf hinwei­sen, - über die aktuellen politischen Absichten hinaus, die immer schon das weiße Gewand von Gizella beschmutzt hatten -, welche historische Kennt­nisse es sind, auf die sich die Dramatiker stützen konnten. Natürlich gibt es zahlreiche Quellen und die Anzahl dieser wächst von Tag zu Tag. Dabei verfügen wir jedoch nur über wenige historische authen­tische Daten und deshalb werden die früheren Beurteilungen und vor allem die negativen Einstellungen immer wieder wiederholt. Die ursprüngliche Quelle kann auch auf die István-Legenden zurückge­führt werden. In den sog. Kleinen- und Großen Legenden, die um die Jahre 1083 geschrieben wurden, hatte man die Gestalt von Gizella in verschiede­ner Häufigkeit erwähnt. Das ist auch verständlich, da sich bei den Legen­den um ein Quellenmaterial handelt, das zum Heiligsprechen von István gebraucht wurde und darum gibt es darin nur wenige hebensächliche Da­ten. In der Kleinen Legende, bei der Beschreibung des Todes des Großfürs­ten Géza wird Gizella nur mit einem Satz erwähnt: „Als er schon alt wurde und seinen Tod nahen fühlte, brachte er für seinen Thronfolger-Sohn eine 100

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