Csirke Orsolya: Terra sigillata edények a veszprémi Laczkó Dezső Múzeum gyűjteményéből (Veszprém, 2006)

Von den unverzierten Gefäßen ist die häufigste die Tellerform Drag. 31, bzw. deren Variante, die Niederbieber 1. Neben ihnen ist häufig der in dem letzten Viertel des 2. Jahrhunderts auftretende Teller Drag. 32 und Lud. Tb. Von den Becherformen sind die Drag. 33 und Typen Drag. 46 in unserem Material zu finden. In Baláca ist das Verhältnis von Teller- und Becher for men 3:1, das mit der römischen Ess-Sitte zusammenhängt (das heißt, man wechselte die Teller während der Bedienung der einzelnen Gerichte, die Becher aber nicht). Die Manufaktur von Rheinzabern versuchte es mit den Produkten des Kölner Glasindustrie mit der Erweiterung der Formen­repertoire aufnehmen. Aus den rheinischen Werkstätten kamen nach Baláca die die Produkte der Metallbearbeitung nachahmenden Tablette mit Grifflappe (lanx) von Typ Drag. 39 - die Anzahl dieser ist bedeutender in Baláca, als die des pannonischen Durschnittes -, die Reibenschüsseln mit Barbotine-Verzierung von Form Drag. 43 (mortarium) (GABLER 2004, 146), die Töpfe von Form Drag. 54 (olla), und die Vasen von Lud. Vd Form mit Barbotine oder die die Verzierung von Glasschliff nachahmenden Vasen von Typ Déch. 72. Auf den unverzierten Gefäßen - im Vergleich zu den mittelgallischen - findet man Namenstempel relativ selten; in unserem Material ist ein V[eri]nusf(ecit) Stempel auf einem Teller Drag. 18/31 von dem Fundort Balatonfüred auffindbar, und wahrscheinlich derselbe Meister zeichnete auch ein in Gyulafirátót auftauchtes Exemplar von Form Drag. 32. Der Stempel von Fidelis kommt auf einem Exemplar von dem Fundort Dég vor, der von Saturio auf einem Exemplar von Baláca und der von Iustus auf einem Exemplar von Középrépáspuszta. In unserem Material sind relativ viele Sigillaten von Westerndorf zu finden; die Ware von dieser Manufaktur erscheint vor allem dem Donaulimes entlang. 37 Bruchstück, das heißt 2,27% des Gesamtmaterials ist zu dem Töpferzentrum an dem Inn zu verbinden; bei weiteren 5 Exemplaren konnten wir nicht entscheiden, ob sie die Produkte der rheinischen oder der Werkstatt von Westerndorf sind. Auch die Mehrheit der Ware von Westerndorf tauchte in Baláca auf; von den gut bestimmbaren Exemplaren hat zwei als Fundort Várpalota­Kút, und je eins Szentkirályszabadja-Romkút, bzw. Veszprém-Tekeresvölgy (MRT 2, 51/69. Fo.). Die Mehrheit der relief verzierten Gefäße ist von Form Drag. 37; daneben ist aber das Verhältnis der zylindrischen Gefäße von Form Drag. 30 bedeutend. Von den gut bestimmbaren Exemplaren ist fast genauso viel zu der Gruppe Comitialis, bzw. dem Kreis Helenius zu verbinden. Der erstere konnte nach 22

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