Struktúra és városkép. A polgári társadalom a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1997. október 16-17-én (Veszprém, 2002)

Elit - Sigrid Freisleben: Politische Eliten – der Gemeinderat von Wiener Neustadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert

SIGRID FREISLEBEN Politische Eliten - der Gemeinderat von Wiener Neustadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts 1194 wurde Wiener Neustadt vom Babenbergerherzog Leopold V als befestigte Stadt zum Grenzschutz gegen die Magyaren angelegt und war bis ins 15. Jahrhundert zeitweise Residenz der Babenber­ger und Habsburger, wodurch Wiener Neustadt auch eine wesent­liche Funktion als Handels-, Gewerbe- und Verkehrsknotenpunkt bekam. 1 In der Folge erlangte Wiener Neustadt erst wieder 1752 mit der Gründung der Militärakademie durch Maria Theresia 2 und durch die beginnende Industrialisierung 3 Ende des 18. Jahrhun­derts überregionale Bedeutung, die sich auch am Bevölkerungs­wachstum 4 deutlich machte: Zwischen 1763 und 1805 betrug die­ses knapp zwei Drittel, zwischen 1805 und 1857 etwa 110 Prozent und zwischen 1857 und 1914 rund 120 Prozent (innerhalb von 150 Jahren stieg damit die Einwohnerzahl um fast das Achtfache an). Bei der Diversifikation der Immigranten fiel die Grenznähe Wiener Neustadts zu Ungarn deutlich ins Gewicht, da 1869 7,4 Prozent und 1880 sogar 11,4 Prozent aus Ungarn zugewandert waren (im Vergleich dazu kamen z. B. aus Böhmen 10,9 bzw. 15,4 Prozent, aus Mähren 6,7 bzw. 5,6 Prozent). Dieser hohe Anteil ungarischer Immigranten wurde in keiner anderen Stadt der Monarchie erreicht. 5 Vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigte Wie­ner Neustadt ein Bild ständiger Expansion, Modernisierung und Veränderung, wobei sich die Bevölkerungsentwicklung, die Aus­weitung von Industrie, Handel und Gewerbe, die Zunahme staat­licher und kommunaler Einrichtungen sowie die Zielsetzungen und Maßnahmen der Gemeindeverwaltung gegenseitig beeinflußten und bedingten. Dabei hatte die „Hauptstadt des Viertels unter dem Wienerwald" stets die Metropole und Residenzstadt Wien als Vor­97

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